Schulprogramm

Schulprogramm

1. Darstellung der Schule
Das Gymnasium Eringerfeld ist eine staatlich anerkannte Ersatzschule, die 2006 vom Trägerverein Regenbogen Bildungswerkstatt e.V. (Paderborn) gegründet wurde und im Schuljahr 2006/2007 den Unterricht aufnahm. Ein vorrangiges Bildungsziel ist Interkulturalität und Integration. Wir sind eine weltoffene Schule, in der das Schulleben in gegenseitiger Wertschätzung und Akzeptanz der verschiedenen kulturellen Hintergründe stattfindet.

Unterricht und Erziehung am Gymnasium Eringerfeld orientieren sich an den Leitlinien und Richtlinien des Landes Nordrhein-Westfalen. Den grundlegenden Kompetenzen, die für ein Studium und den Beruf unabdingbare Voraussetzungen sind, kommt eine zentrale Bedeutung zu. Dazu gehören vor allem sprachliche Ausdrucksfähigkeit, Mehrsprachigkeit, mathematisch-naturwissenschaftliche Kenntnisse und Medienkompetenz. Das Gymnasium vermittelt eine vertiefte allgemeine Bildung und, besonders im Hinblick auf die Sekundarstufe II, eine wissenschaftspropädeutische Grundbildung. Dem Gymnasium Eringerfeld ist in enger Kooperation ein Internat in der Trägerschaft des Fördervereins der Schule angegliedert. Die Abiturienten haben die Möglichkeit nach ihrer Schulzeit in einen Alumniverein einzutreten, der sie in Ihrer Studien- und Berufswahl weiterhin unterstützen und begleiten kann.

Um unsere Schule kennen zu lernen sind sowohl für Bewerber/innen als auch für Schüler/innen sowie für Interessierte jederzeit Hospitationen möglich.
1.1 Der Schulträger
Die Regenbogen Bildungswerkstatt e.V. ist der Schulträger des Gymnasiums Eringerfeld. Der Verein Regenbogen Bildungswerkstatt wurde im Jahr 1998 von Paderborner Studenten, Akademikern und Unternehmern gegründet. Der Gründungszweck des Vereins war zunächst die schulische und allgemeine Bildung sowie die Erziehung von Schülern und Studenten verschiedener Länder mittels entsprechender Lehrangebote zu fördern. Durch die Gründung des Gymnasiums Eringerfeld hat sich der Zweck des Vereins auf den schulischen Betrieb fokussiert.

Das Gymnasium Eringerfeld und das Internat haben von Beginn an eine internationale Auslegung. Sie soll alle Schülerschaften in Deutschland, insbesondere Schüler und Schülerinnen mit Migrationshintergrund ansprechen. Das Projekt „Eringerfeld“ versteht sich aber nicht nur als Bildungsangebot für deutsche Kinder mit Migrationshintergrund. In den letzten Jahren hat sich durch positive Berichterstattung in den lokalen Tageszeitungen und dem Dialog mit den hier ansässigen Gemeinden die Nachfrage von Kindern ohne Migrationshintergrund erheblich gesteigert. Um auch hier konkurrenzfähig zu bleiben werden stetig neue Projekte gestartet. Unsere Schüler werden zum Beispiel intensiv auf die Abiturprüfung vorbereitet. Dabei finden in den Ferien und an Wochenenden umfangreiche Vorbereitungskurse mit Prüfungssimulationen statt. Andere Projekte erstrecken sich auf die Freizeitgestaltung (z.B. Gründung des Sportvereins Eringerfeld und Freizeitaktivitäten des Internats).
1.2 Der Förderverein
Der Förderverein Gymnasium Eringerfeld bietet mehrere Angebote an, die im Folgenden näher beschrieben werden. In erster Linie sollen das Gymnasium und die Realschule Eringerfeld die schulische Ausbildung und die Entfaltung der individuellen Persönlichkeit fördern. Diese beiden Schwerpunkte unterstützen im Zusammenspiel die optimale Ausgangsposition für die Lebensperspektive der heutigen Jugend. Dabei ist der Schlüssel zum Erfolg die intensive und individuelle Betreuung der Schüler und Schülerinnen in der Schule und im Internat.

Besonders hilfreich sind zusätzlich zur schulischen Ausbildung die Internate, in denen betreutes Lernen angeboten wird. Die Internats-Gebäude verfügen über 750 Plätze für Schülerinnen und Schüler, die in 12er-Wohngruppen gegliedert sind. In den Wohngemeinschaften werden Schülerinnen und Schüler aus ganz Deutschland und dem europäischen Ausland aufgenommen. Sie haben dort tägliche Lernzeiten, die unter Aufsicht von Betreuern begleitet werden, um Neues zu erlernen und Wissenslücken zu schließen.
2. Pädagogisches Leitbild
Die Grundpfeiler des pädagogischen Leitbilds am Gymnasium Eringerfeld bilden

  • die demokratische Mitgestaltung
  • die Anerkennung der schulischen Regeln
  • das ganzheitliche Lernen (Empathievermögen, Anerkennung von Leistung, Übernahme von Verantwortung und Mitgestaltung)
  • der Bezug des schulischen Lernens zur Lebenswirklichkeit
  • die Verantwortung und Mitgestaltung innerhalb der Gesellschaft
  • das Leben von Interkulturalität als Miteinander von Menschen verschiedener Herkunft, als Bereitschaft des Versuchs einander zu verstehen und voneinander zu lernen
  • die individuelle Förderung unserer Schülerinnen und Schüler

Die Zielsetzung ist die Erziehung zu einer mündigen Persönlichkeit der Schülerinnen und Schüler, damit sie verantwortungsvoll und aktiv am Berufs- und Gesellschaftsleben teilhaben können. Die Studien- und Berufswahlorientierung erfolgt durch den Koordinator sowie eine weitere Lehrkraft und in Kooperation mit der Arbeitsagentur Lippstadt.

Das Gymnasium Eringerfeld ist eine gebundene Ganztagsschule, die ein ausgewogenes Mittagessen für alle Tages- und Internatsschule anbietet. In den Rahmen des Ganztags fällt auch das Angebot von Arbeitsgemeinschaften, in denen die Fähig- und Fertigkeiten der Schülerinnen und Schüler über den Unterricht hinaus angewandt und ausgebaut werden können. Die Teilnahme an nationalen und internationalen Wettbewerben wird besonders gefördert und trägt zur Erweiterung der unterrichtlichen wie auch der sozialen Kompetenzen bei.

In den Jahrgangsstufen 5 und 6 findet aktuell die Profilbildung im musikalischen Bereich in Form einer BläserKlasse statt. Dabei wird der reguläre Musikunterricht um zwei Wochenstunden ergänzt. In Kooperation mit der Musikschule Geseke erhalten Schülerinnen und Schüler des Profils BläserKlasse in Anbindung an den regulären Musikunterricht Instrumentalunterricht in Kleingruppen und Orchesterunterricht im Klassenverband. Der Englischunterricht umfasst als festen Bestandteil im Schuljahr ein vierwöchiges Praktikum von Studenten der Universtität Winnipeg, Canada.
2.1 Individuelle Förderung
Die individuelle Förderung am Gymnasium Eringerfeld soll systematisch erreichen, dass den unterschiedlichen Voraussetzungen der Schüler Rechnung getragen wird, damit das Ziel erreicht werden kann, die Lernpotenziale der einzelnen Schülerinnen und Schüler auszuschöpfen.

Im Rahmen unseres Unterrichts und Ganztagprogramms nutzen wir verschiedene Module und Ressourcen um eine individuelle Förderung für jeden Schüler zu gewährleisten. (s. Übersicht S. 8).

Droht zum Halbjahr die Gefahr, dass eine Schülerin / ein Schüler bis zum Ende des Schuljahres nicht versetzt werden könnte, wird ein individueller Förderplan (s. S. 9 ff) durch eine Förderkonferenz (Klassenlehrer und Fachlehrer) erstellt. In gemeinsamer Beratung mit der Schülerin / dem Schüler , den Eltern und – bei Internatsschülern mit den Betreuern wird die Umsetzung des Plans besprochen und im Verlauf des vereinbarten Zeitraums durchgeführt.

Förderung der individuellen Interessen und Fähigkeiten


Klasse 5 Klasse 6 Klasse 7 Klasse 8 Klasse 9 Einführungsphase Q1 Q2

 

Wahl des 1. Wahlpflichtunterrichts,
Fremdsprache:
Türkisch oder Französisch

 

Wahl des 2. Wahlpflichtunterrichts:

  • Naturwissenschaften (Bio, Chemie, Physik, Informatik)
  • Sozialwissenschaften

 

Potentialanalyse

Facharbeit

 

 

 

 

Berufspraktikum
2-wöchig

regelmäßige Studien- und
Berufsberatung durch die Arbeitsagentur

AGs zur Förderung individueller Neigungen:

  • Kunst, und Handarbeit
  • Sport und Spiel
  • Naturwissenschaften: Imkerei
  • English Workshop
  • Musik: Klavierunterricht

 

AGs zur Förderung individueller Neigungen:

  • Berufe erkunden
  • Sport: Lauftreff
  • Sport: Basketball
  • Naturwissenschaften: Wettbewerbe / Jugend forscht
  • Kunst: Holzmalerei

Beratung und Wahlen der Oberstufenkurse in der EF

Beratung und Wahlen der Leistungskurse durch die Oberstufenkoordinatorin und die Jahrgangsstufenleiter

Besuch der Westfälischen Studienbörse in Soest

 

Profil: Bläser-Klasse

 

 

 

Möglichkeit einer 3. Fremdsprache:
Türkisch oder Latein
neu einsetzend

Profilbildung:

  1. Sprachen
  2. Naturwissen-
    schaften

Ergänzungsstunden in den Hauptfächern
Klassenlehrerstunde zur Teambildung, zum Methodenlernen und zur individuellen Förderplanung

Vertiefungsunterricht in Deutsch, Mathematik und Englisch

Intensivtrainings zur gezielten Prüfungs-
vorbereitung

Nachhilfeunterricht in den Hauptfächern

Nachhilfeunterricht in Mathematik und Englisch

Künstlerischer
Bereich:

  • Kunst
  • Literatur

Würdigung von besonderen Leistungen halbjährlich im Rahmen der Zeugnisfeiern

2.2 Das pädagogische Leitbild des Internats
Schülerinnen und Schüler, die das 4. Schuljahr absolviert haben und eine geeignete weiterführende Schulempfehlung besitzen, können das Internat besuchen. Jungen und Mädchen wohnen dabei in Wohngruppen, die nach Alter, Geschlecht und Schulform gegliedert sind, zusammen. Der Wohngruppenumfang beträgt ca. 10-15 Kinder/Jugendliche. Jede Wohngruppe wird von einem pädagogisch geschulten Betreuer geleitet, der sich um die Belange der Schüler kümmern.

Es ist empfohlen, ausschließlich Schüler/innen des Gymnasiums Eringerfeld und der Realschule Eringerfeld in das Internat aufzunehmen, damit Internat und Schule eine funktionelle Einheit bilden.
Das Konzept der Einheit von Bildung und Erziehung soll die optimalen Bedingungen zur Persönlichkeitsentwicklung bereitstellen. In der Einheit der Förderung und Entwicklung von Begabung, Motivation, Kreativität und Umwelt liegt die Substanz zu einer positiven Gesamtentwicklung der Schüler und Schülerinnen.

Aufgabe des Internates ist es, Kindern/Jugendlichen Freude am Lernen zu vermitteln und dafür zu sorgen, dass sie sich zu glücklichen, selbstbewussten und selbstständigen Persönlichkeiten entwickeln. Zu diesem Zwecke wird die Einheit von Bildung und Erziehung mit den Kindern/Jugendlichen umgesetzt, die sowohl sozialpädagogische Förderung, Wissensvermittlung und im besonderen Maße sportliche, musische, kreative und handwerkliche Tätigkeiten und Angebote umfassen sollte.

Wir bieten mit dem Konzept und den äußeren Rahmenbedingungen Lern- und Lebensraum. Eigenschaften wie Kreativität, Toleranz, Verantwortungsbewusstsein, Sozialverhalten und Einfühlungsvermögen als Merkmale einer differenzierten Persönlichkeitsentwicklung sollen darin u. a. durch den Einsatz von geeigneten Pädagogen (Lehrkräften) und Betreuungspersonal gefördert und gefestigt werden.

Durch den Schulunterricht vermittelte Kenntnisse sollen durch die Lehrkräfte in Nachmittags- und Abendkursen vertieft und gefördert werden. Damit soll ein möglichst hohes Bildungsniveau der Kinder/Jugendliche sichergestellt werden. In diesem Zusammenhang wird auch ein differenziertes Freizeitangebot vorgehalten.

Das Internat stellt sozialpädagogische, professionelle Hilfen bereit, die sich an den individuellen Bedürfnissen, Ressourcen, Defiziten und Problemstellungen des Einzelnen orientieren. Auf der Basis der individuellen Begleitung und im Rahmen sozialer Gruppenarbeit, sowie durch die flankierende Bereitstellung schulischer Fördermaßnahmen und eines differenzierten pädagogischen Angebotes, sollen Verhaltens- und Erlebensweisen des einzelnen Kindes/Jugendlichen gefördert werden.

Durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit aller Fachkräfte werden persönliche Ressourcen des Kindes/Jugendlichen aktiviert und damit sinnvolle und notwendige Entwicklungsprozesse mit dem Ziel in Gang gesetzt, eine an gesellschaftlichen Realitäten orientierte Fähigkeit zur Lebensplanung und Lebensgestaltung zu erreichen.

Zur Erreichung dieses Zieles benötigen die Kinder/Jugendlichen kontinuierliche und zuverlässige Beziehungsangebote (z.B. Bezugserzieher) in einem auf bestimmte Zeit angelegten Bezugssystem und einen klaren und geplanten Tagesablauf. Ein strukturierter Alltag unter Einbindung von immer wiederkehrenden Ritualen und Rhythmen, wie Besuch der Schule, gemeinsame Mahlzeiten, Körper- und Gesundheitspflege, Freizeitgestaltung etc., soll ein gemeinsames Leben und Erleben ermöglichen. Gestalteter Alltag, eingebunden in das soziale System der Gruppe, wird somit zum Lern- und Übungsfeld für die Gestaltung des eigenen Lebens und einer selbstverantwortlichen Lebensführung (Individuation), sowie die Integration in eine soziale Umwelt und die hierfür erforderlichen Verhaltensstrategien (Sozialisation).

Im Interatsbereich wird Wert auf Gemeinschaft, aber auch auf individuelle Förderung gelegt:

  • die Förderung individueller Stärken
  • Entwicklung von persönlichen Lebens- und Zukunftsperspektiven
  • die Förderung sportlicher, musischer, handwerklicher und lebenspraktischer Fähigkeiten, Fertigkeiten und Interessen
  • die Einbeziehung und Förderung der Ressourcen des sozialen Umfeldes des Kindes/Jugendlichen und die Entfaltung der Persönlichkeit


Bezüglich der Arbeit mit Eltern und Angehörigen der Kinder/Jugendlichen halten wir deren auf die individuelle Situation abgestimmte Einbeziehung im Rahmen des Entwicklungsprozesses für sinnvoll und erforderlich. Wir halten es für wichtig, Umfang und Intensität der Arbeit mit den Eltern/der Familie/den Angehörigen mit allen Beteiligten abzustimmen.

Eltern- und Familienarbeit geschieht durch:

  • Teilnahme der Eltern an den regelmäßigen Gesprächen
  • Intensive Kontakte (Elternsprechtage /Elternpflegschaft /Elternforum)
  • Einladungen zu öffentlichen und internen Veranstaltungen/Vorträgen
  • Elternbesuche

Die Leitung des Internates hat eine sozialpädagogisch ausgebildete Fachkraft inne (Dipl. Sozialpädagoge). Die Wohngruppen werden von weiterem pädagogischem Personal betreut. Alle Mitarbeiter arbeiten konzeptionell zusammen. Regelmäßige Feedbacks in der Gesamteinrichtung ermöglichen einen ständigen Überblick über die kognitive und soziale Entwicklung jedes einzelnen Kindes/Jugendlichen.
3. Unterrichtsbereiche
3.1 Sprachen und Fremdsprachen
3.1.1 Deutsch
Lesen und Schreiben sind und bleiben auch im digitalen Zeitalter die Kulturfertigkeiten zur Aneignung von Bildung. Grundlagen der Schreib- und Lesekompetenz stehen im Zentrum des Deutschunterrichts in der Sekundarstufe I (5.-9. Klasse). In den Jahrgangsstufen 5-7 gibt es für jeden Schüler eine zusätzliche Deutschstunde, die in den wöchentlichen Deutschunterricht integriert ist. In diesen Ergänzungsstunden wird besonders Sprachförderung betrieben, Grammatik und Rechtschreibung werden eingeübt, um individuelle Schwierigkeiten auszugleichen. Da die Schülerschaft zu einem großen Teil aus Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund besteht, ist es der Schule und den Lehrern ein besonderes Anliegen, die Sprachkompetenz sowohl im mündlichen als auch im schriftlichen Bereich zu fördern. Diese Sprachförderung beschränkt sich nicht nur auf den Deutschunterricht, sondern alle Fachlehrer sind bestrebt, die deutsche Sprache in ihrem Fach zu fördern. In der gesamten Sekundarstufe I wird im Fach Deutsch großer Wert auf die mündliche Sprachfähigkeit gelegt. Die Schülerinnen und Schüler werden angehalten, sich in größeren Sinnzusammenhängen angemessen zu äußern, z.B. in Form von Referaten, Diskussionen u.ä.

Um schwächeren Schülerinnen und Schülern auch die Möglichkeit einer individuelleren Förderung im kleinen Kreis zu ermöglichen, bietet das Gymnasium Eringerfeld auch eine Nachhilfe an, die von qualifizierten Mitarbeitern (Studentinnen und Studenten) durchgeführt wird. So erhalten alle Schüler die Möglichkeit ihre mündliche und schriftliche Leistung zu verbessern.

In der Einführungsphase (Jahrgang 10) der Oberstufe werden die Grundlagen für den „Endspurt“ zum Abitur gelegt. Es erfolgt auch hier ein intensives Training zu Rechtschreibung und Grammatik. Besonderes Augenmerk liegt auf den Operatoren für die Klausuren sowie Formulierungen und Struktur, um die Schülerinnen und Schüler auf die Qualifikationsphase (Jahrgang 11und 12) vorzubereiten. Ebenso wird großer Wert auf die Ausdrucksfähigkeit gelegt. So wird im Unterricht eingeübt, sich in größeren sprachlichen Zusammenhängen zu artikulieren, Meinungen mit treffenden Argumenten zu belegen und sprachlich angemessen auf andere Gesprächsteilnehmer zu reagieren.

Großer Wert wird auf das selbstständige Organisieren und Arbeiten gelegt. So wird in der Qualifikationsphase I eine Facharbeit geschrieben, in der sich die Schülerinnen und Schüler selbstständig mit einem von ihnen gewählten Thema kritisch auseinandersetzen müssen. Dies dient dem Zweck, sie auf die wissenschaftliche Arbeit im Studium vorzubereiten.

3.1.2 Englisch
Englisch wird als Muttersprache, als Fachsprache im Rahmen der beruflichen Kommunikation, als Amtssprache und als Lingua Franca weltweit verwendet. Verbunden damit sind die benötigten Einsichten in interkulturelle Kompetenzen, die im englischen Sprachraum vorherrschen. Darüber hinaus erwerben die Schüler Sicherheit und Sensibilität im Umgang mit sprachlicher und kultureller Vielfalt durch die Teilnahme an interkulturellen Unterrichtsvorhaben. Notwendig ist zudem die Fähigkeit am fachwissenschaftlichen Austausch an den Hochschulen, der immer häufiger in Englisch praktiziert wird, teilnehmen zu können und eine internationale Studierfähigkeit zu erlangen.

Das Gymnasium Eringerfeld ist eine Internatsschule mit speziellen sprachlichen Fördermöglichkeiten. Die Schüler haben oft einen bilingualen Hintergrund (Deutsch und Zweitsprache). Diese Grundvoraussetzungen müssen bei Differenzierungen berücksichtigt werden. Speziell in der Oberstufe sollen im Rahmen der wissenschaftspropädeutischen Arbeit Möglichkeiten der multilingualen Sprachreflexion eröffnet werden.

Grundsätze der fachmethodischen und fachdidaktischen Arbeit
Fächerübergreifende Problemstellungen, die aufgegriffen werden, beziehen sich auf die Themen Migration, Lernen und Studieren in einem fremden Land, interkulturelle Konflikte und ihre Lösungsansätze, Umgang mit Medien, Arten der Kommunikation und allgemein verwendbare Lernstrategien. Individuelle Lernwege werden durch Portfolioarbeit und Lerntagebücher unterstützt.

Besondere Bedeutung wird den Bereichen Kommunikative Kompetenz, Medienkompetenz und der Interkulturellen Kompetenz beigemessen. Im Sinne der Orientierung an den Kompetenzerwartungen werden grundsätzlich alle fünf Kompetenzbereiche (Funktionale kommunikative Kompetenz, Interkulturelle kommunikative Kompetenz, Text- und Medienkompetenz, Sprachlernkompetenz, Sprachbewusstheit) bei der Leistungsbewertung insgesamt angemessen berücksichtigt. Die Aufgabentypen entsprechen den Anforderungen des Lehrplans.

Rückmeldungen über den erreichten Leistungsstand erhalten die Schülerinnen und Schüler in regelmäßigen Abständen nach Lernzielkontrollen wie Vokabel- und Grammatiktests, Klassenarbeiten oder Klausuren, Lernstandserhebungen, Facharbeiten und in individuellen Beratungen.

Im Rahmen des Englischunterrichts werden Projekte geplant und durchgeführt, die eine Zusammenarbeit mit anderen Fächern wie Französisch, Türkisch, Deutsch, Geschichte und Sozialwissenschaften notwendig beziehungsweise möglich machen.

Als außerschulische Partner unterrichten kanadische Lehrkräfte in der Ausbildung an der Universität Winnipeg regelmäßig für einen befristeten Zeitraum unsere Schüler.

Unsere Schule pflegt einen engen Kontakt zur Universität Winnipeg. Jedes Jahr besuchen uns kanadische Lehramtsstudenten und bereichern unseren Englischunterricht als Muttersprachler mit der besonderen Perspektive ihres Landes und ihrer Kultur. Neben ihrer Unterstützung als Experten im Englischunterricht gestalten unsere kanadischen Gäste AGs für unsere Schüler, die besonders die pragmatische Sprachfähigkeit zur Konversation auf Englisch fördern. Durch diese besondere Kooperation gewinnen unsere Schüler nicht bloß Einblicke in eine andere Kultur, sondern erhalten eine gezielte Motivation und Sinnstiftung, Englisch zu lernen.

Des Weiteren bietet das Gymnasium Eringerfeld die Möglichkeit Cambridge Zertifikatskurse zu belegen.

Cambridge Zertifikatskurse
Eine Fremdsprache zu lernen, sollte Spaß machen und motivieren, über den Unterricht hinausgehende Aktivitäten zu unternehmen. Aus diesem Grund, und um sich international vergleichen zu können, werden seit dem Schuljahr 2013/14 mit der Klassenstufe 5 beginnend Vorbereitungskurse zum Cambridge English Language Assessment als Ergänzung zur schulischen Leistungsbeurteilung angeboten und von unseren Lehrern durchgeführt. Die Prüfungen werden am Jahresende von einer externen, zertifizierten Firma (der DBS Trainings & Consulting GmbH Dortmund) durchgeführt.

Die Tests sind kumulativ aufgebaut und werden in dieser Reihenfolge von uns durchgeführt:

Klassenstufe 5:
YLE (Young Learners English) Movers Prüfungen aus drei Teilen: Listening, Reading and Writing und Speaking

Klassenstufe 6:
YLE Flyers Prüfungen aus drei Teilen: Listening, Reading and Writing und Speaking

Klassenstufen 7 und 8:
KET Cambridge Key English Test Allgemeinsprachliche Zertifikatsprüfung Prüfung aus drei Teilen: Listening, Reading and Writing und Speaking

Klassenstufen 9 und 10:
PET Cambridge Preliminary English Test Allgemeinsprachliche Zertifikatsprüfung Für Lernende mit soliden Sprachkenntnissen Prüfung aus drei Teilen: Listening, Reading and Writing und Speaking

Klassenstufe 11 und 12:
FCE Cambridge First Certificate in English Allgemeinsprachliche Zertifikatsprüfung Für Lernende mit fortgeschrittenen Sprachkenntnissen Prüfung aus fünf Teilen: Reading, Writing, Use of English, Listening und Speaking

3.1.3 Latein
Lateinisch wird am Gymnasium Eringerfeld als 2. oder 3. Fremdsprache (je nach Wahl) ab der Einführungsphase bis zum Ende der Q2 angeboten. Bei der Wahl des Faches Latein als neu-einsetzende Fremdsprache ab der EF dürfen die Schüler keine Vorkenntnisse aus dem Latein-unterricht haben, die länger als ein Halbjahr sind. Der Lateinunterricht findet primär auf Deutsch statt, sodass Lateinisch nur vereinzelt bei Übersetzungen oder Grammatikproblemen angewendet wird. In den ersten drei Semestern der Oberstufe erlernen die Schüler mit dem Lehrbuch Latinum B grundlegende Vokabel- und Grammatikkenntnisse. Ab dem zweiten Halbjahr der Q1 übersetzen und interpretieren die Lernenden Originallektüren der Autoren Cicero, Seneca maior und Ovid.

Lateinisch ist gerade für die Schüler am Gymnasium Eringerfeld eine großartige Möglichkeit, ihre Kenntnisse im Deutschen, Englischen und Französischen zu vertiefen und zu verbessern, da das Lateinische in all diesen Sprachen Wort- und Satz- und Grammatikgrundlagen bildet. Dadurch wird das Lateinische insbesondere den Schülern gerecht, die Deutsch nicht als Mut-tersprache oder als zweite Muttersprache haben. Um den kulturhistorischen Erbschaften der Römer näherzukommen, finden außerdem zwei Exkursionen mit den Zielen Trier und Rom in den 3 Jahren Latein statt.

Latein kann des Weiteren, wie jede Sprache, als 3. oder 4. Fach im Abitur gewählt werden. Durch eine freiwillige mündliche und/oder schriftliche Zusatzprüfung, je nachdem, ob Latein bereits das 3. oder 4. Abiturfach ist, kann im Abitur kann auch das Latinum (entsprechend dem alten großen Latinum) erworben werden, das nach wie vor in Sprachen, Jura, Geschichte oder Theologie für das Studium relevant und für Medizin oder Naturwissenschaften hilfreich ist.

3.1.4 Französisch
Französisch wird am Gymnasium Eringerfeld als 2. Fremdsprache im Wahlpflichtbereich ab Klasse 6 (Wahl zwischen Türkisch und Französisch) angeboten. Der Französischunterricht wird nach dem sogenannten Prinzip der funktionalen Einsprachigkeit durchgeführt, d.h. dass die Fremdsprache von Beginn an soweit wie möglich eingesetzt wird. Es gibt allerdings auch manche Unterrichtsinhalte, die -gerade im Anfangsunterricht- nicht in der Fremdsprache vermittelt werden können.

Dies betrifft das Gymnasium Eringerfeld in besonderem Maße, da viele Schülerinnen und Schüler nicht oder nur teilweise mit Deutsch als Muttersprache aufgewachsen sind. Hier wird auch, sofern möglich, die türkische Sprache mit einbezogen, da es zwischen den Sprachen einige Parallelen (z.B. einige Vokabeln), aber auch Unterschiede gibt, die dann vergleichend oder kontrastiv besprochen werden können.

Bei der Wahl des Faches Französisch werden keinerlei Vorkenntnisse vorausgesetzt. In den Klassen 6 und 7 wird Französisch vierstündig unterrichtet, ab Klasse 8 findet der Unterricht dreistündig statt. In den Stunden werden die Unterrichtsinhalte gemeinsam erarbeitet, sowie grammatische und sprachliche Übungen durchgeführt. Im Nachmittagsbereich wird die Vorbereitung des Sprachdiploms DELF angeboten. (s. Punkt 6.1). Zusätzlich wird im Nachmittagsbereich Nachhilfe angeboten.

3.1.5 Türkisch als 2. Fremdsprache
Neben Französisch für die Wahl zur 2. Fremdsprache, bietet das Gymnasium Eringerfeld Türkisch als weitere zweite Fremdsprache für die Schülerinnen und Schüler ab Klasse 6 an. Damit wird im Rahmen der Sprachförderung die intensive Auseinandersetzung mit der Erstsprache ermöglicht. Da die Mehrzahl unserer Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund in der türkischen Kultur verwurzelt und mit Türkisch als Erst- bzw. Muttersprache aufgewachsen sind, ist der Problematik des Spracherwerbs sowie der Sprachförderung besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Gute und fundierte Kenntnisse in der Erstsprache schaffen erwiesenermaßen die beste Voraussetzung zum Erwerb und Erlernen einer Zweit –und Drittsprache. Neben dem Spracherwerb vermitteln wir dabei auch und bewusst Kenntnisse und Hintergründe über die Türkei, ihre Landschaft und Geschichte.

Auch Türkisch kann wie Französisch im Wahlpflichtbereich II ab Klasse 8 gewählt werden.

In den Klassen 6 und 7 wird Türkisch vierstündig unterrichtet, ab Klasse 8 findet der Unterricht dreistündig statt. In den Stunden werden die durch den Lehrplan und die Richtlinien gegebenen Unterrichtsinhalte gemeinsam erarbeitet sowie grammatische und sprachliche Übungen durchgeführt.

Mit dieser Belegung erfüllen die Schülerinnen und Schüler die Voraussetzung für die zweite Fremdsprache, die für das Abitur vorgeschrieben ist. Türkisch im Wahlpflichtbereich ist ein Hauptfach. Die Note ist versetzungsrelevant, mit ihr können andere Noten ausgeglichen werden.

3.1.6 Türkisch in der Oberstufe
Leitziel des Türkischunterrichts des Gymnasiums Eringerfeld ist die interkulturelle Handlungsfähigkeit, die im Zusammenspiel mit den Bereichen der kommunikativen und methodischen Kompetenzen wie auch den Bereichen der Verfügbarkeit von sprachlichen Mitteln und der Sprachbewusstheit entwickelt wird. Damit werden die Schülerinnen und Schüler an unserer Schule auf die Anforderungen unterschiedlicher privater wie beruflicher Lebensbereiche vorbereitet.

Zudem haben Schülerinnen und Schüler, die in der Sekundarstufe I Türkisch als zweite Fremdsprache gewählt haben, die Möglichkeit diese in der Qualifikationsphase als GK und LK fortzuführen. GK wird in der Woche dreistündig unterrichtet und kann als 3. und 4. Abiturfach gewählt werden. Darüber hinaus wird LK pro Woche 5 Unterrichtsstunden erteilt und kann als 1. und 2. Abiturfach gewählt werden.

Seit dem Schuljahr 2010/2011 erhalten die Schülerinnen und Schüler in ganz NRW zunächst nur an unserer Schule die Chance in der Einführungsphase Türkisch als neu einsetzende Fremdsprache zu wählen. Auch hier stehen Bewahrung, Erweiterung und Vertiefung von Fähigkeiten im Vordergrund, sich mit der türkischen Sprache mündlich und schriftlich in unterschiedlichen Situationen des privaten und öffentlichen Lebens zu verständigen. Mit der Belegung des Faches können sie Türkisch als 3. und 4. Abiturfach wählen.
3.2 Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften
3.2.1 Mathematik
In der Sekundarstufe I wird Mathematik in allen Jahrgangsstufen vierstündig unterrichtet. Bei Bedarf werden in allen Jahrgänger der Erprobungs- und Mittelstufe auch Mathematikergänzungsstunden angeboten. In der Einführungsphase der Oberstufe sind die Mathematikkurse dreistündig, die durch eine zusätzliche Vertiefungsstunde ergänzt werden. In der Qualifikationsphase werden Grund- und Leistungskurse angeboten.

Ab Klasse 7 wird ein wissenschaftlicher Taschenrechner eingeführt, in der Oberstufe ist ein graphikfähiger Taschenrechner (GTR) Pflicht. In allen Jahrgangsstufen werden die Software Geogebra, Tabellenkalkulation und Interaktive Tafeln benutzt. Zusätzlich wird in der Oberstufe das Programm Vektoris einbezogen. Vielfältige Methoden sollen die SuS stärken und motivieren. Regelmäßig wird an nationalen und internationalen Mathematikwettbewerben teilgenommen.

3.2.2 Informatik
Der Anfangsunterricht Informatik wird in der Sekundarfstufe I im Wahlpflichtbereich II, also ab Klasse 8, angeboten. In der Oberstufe kann Informatik gewählt werden. Bei genügendem Interesse wird auch ein Informatik-Leistungskurs eingerichtet. Für den Unterricht in der Einführungsphase werden keine Kenntnisse aus der Sekundarstufe I vorausgesetzt. Die Schule verfügt über einen mit 30 PC-Arbeitsplätzen ausgestatteten Informatikraum. Jede Schülerin/jeder Schüler verfügt über ein eigenes Login mit eigenem Arbeitsbereich, in denen die eigenen Projekte und Zwischenergebnisse gespeichert werden können.

In den Klassen 8 und 9 werden Arbeitsumgebung wie Roboter Karol und Scratch eingesetzt, um in Schritten von einer einfachen und spezialisierten Programmiersprache zu komplexeren und generalisierenden Programmierumgebungen zu gelangen. In der Oberstufe wird in Java programmiert, wobei als Entwicklungsumgebung u.a. Greenfoot benutzt wird.

3.2.3 Biologie
Der Biologieunterricht am Gymnasium Eringerfeld wird auf der Grundlage des gültigen Kernlehrplans und des schulinternen Curriculums des Faches erteilt.

Übergeordnete Ziele des Biologieunterrichts sind, die Natur kennenzulernen und die Funktionen des eigenen Körper zu verstehen.

Im Fach Biologie steht entsprechend unserem Leitbild eine an der Wissenschaftspropädeutik orientierte Vorgehensweise im Mittelpunkt. Darüber hinaus soll der Biologie Unterricht dazu beitragen, dass Schülerinnen und Schüler innerhalb der Gesellschaft mitgestaltend aktiv werden und Verantwortung übernehmen. Dies äußert sich in der Übernahme von Verantwortung bei der Erhaltung der natürlichen Ressourcen sowie durch Achtung vor anderen Lebewesen und deren Lebensräumen.

Um dieses Ziel zu erreichen, werden die Schülerinnen und Schüler im Biologie-Unterricht mit naturwissenschaftlichen Phänomenen, Problemen und Konflikten wie z. B. aus den Bereichen der Tierhaltung, Pflanzenphysiologie, Umweltproblematik, Gentechnik und Gesundheitsberatung konfrontiert, welche sie aus verschiedenen Perspektiven kennenlernen.

In der Sekundarstufe I lernen die Schüler entsprechend des Kernlehrplans die Vielfalt des Lebens kennen und verstehen. Ein wesentliches Ziel ist es dabei, Artenvielfalt kennenzulernen und wertzuschätzen. Dafür werden die SuS mit Naturobjekten konfrontiert, führen mikroskopische Untersuchungen durch und lernen die Gefahren kennen, die durch den Verlust von Artenvielfalt für Mensch und Umwelt entstehen.

Ein Bewusstsein für die eigene Gesundheit wird durch Gesundheitsberatung und Sensibilisierung für Suchtproblematik angebahnt.

Biologie wird am Gymnasium Eringerfeld in den Klassen 5,6, 7 und 9 unterrichtet.

In der Sekundarstufe II können die Schülerinnen und Schüler zwischen Grund- und Leistungskurs wählen.

Die vorhandenen Fähigkeiten der Schülerinnen biologische Phänomene und Probleme zu verstehen und zu erklären, werden in der Oberstufe exemplarisch, unter anderem in den Fachbereichen Genetik, Ökologie, Neurologie und Evolution, weitergeführt und vertieft.

3.2.4 Chemie
Die Chemie untersucht und beschreibt die Zusammensetzung und den Aufbau der stofflichen Welt und sie liefert Prinzipien und Gesetzmäßigkeiten über die Eigenschaften und Stoffumwandlungen sowie für die Herstellung und Entsorgung von Stoffen.

Der Chemieunterricht ist ein Naturwissenschaftsfach, in dem viel experimentell gearbeitet wird. Die Ergebnisse und Anwendungen der Chemie in diesem Unterricht in weiten Bereichen der Technik, der Wissenschaft und des täglichen Lebens von großer Bedeutung sind. Die Erkenntnisse der Chemie und des Chemieunterrichts leisten darüber hinaus einen zentralen Beitrag zur naturwissenschaftlichen Denkweise.

Im Fach Chemie wird nach Stundentafel für die Klassenstufe der Sekundarstufe I zwei Wochenstunden Unterricht erteilt. Im Grundkursunterricht der Oberstufe wird Chemie dreistündig unterrichtet, ein Leistungskurs wird fünfstündig unterrichtet. Für den Chemieunterricht steht an unserer Schule ein Fachraum zur Verfügung, der die übliche Ausstattung mit Wasser-, Gas- und Strom-Versorgung an den Schülertischen aufweisen. Der Chemieunterricht wird grundsätzlich in diesem Fachraum durchgeführt.

Der Chemieunterricht am Gymnasium Eringerfeld in Geseke wird auf der Grundlage der gültigen Kerncurricula des Fachs erteilt. Unsere Umsetzung berücksichtigt die vor Ort ansässige Industrie (z. Bsp. Betonwerke) als außerschulische Lernorte.

Chemie als Fachwissenschaft und ihre industriellen Anwendungen liefern wichtige Beiträge zur Lösung ökologischer, ökonomischer, medizinischer und sozialer Probleme der Gegenwart und der Zukunft. Die Vermittlung von Grundbegriffen sowie Denk- und Arbeitsweisen der Chemie fördern die Urteils- und Entscheidungsfähigkeit in Bereichen wie zum Beispiel Energie- und Rohstoffversorgung, Rohstoffrückgewinnung, Ernährung, Gesundheit, Umweltschutz.

Der Chemieunterricht trägt propädeutisch zur Entwicklung von Sach-Methoden und Urteilskompetenz im Hinblick auf eine Naturwissenschaftliche Bildung bei.

Methodische Ausrichtung:
Im Zentrum des Unterrichts steht das naturwissenschaftliche Experiment davon ausgehend wird insbesondere die Methodenkompetenzen der SuS entwickelt.

  • Beobachten von Phänomenen auf der Grundlage vorhandener Kenntnisse und Erfahrungen
  • Erkennen eines Problems
  • Aufstellen einer Hypothese zur Erklärung von Befunden oder Gesetzmäßigkeiten
  • Experimentelles Überprüfen
  • Entwickeln von Modellen und Theorien

3.2.5 Physik
Mit der Physik hat die moderne Welt angefangen zu existieren. Dementsprechend hat sie einen bedeutenden Beitrag zu unserem modernen Weltbild geleistet. Daneben bietet Physik auch Hilfsmöglichkeiten für das Verständnis weiterer naturwissenschaftlicher Fächer. In diesem Selbstverständnis werden im Schulunterricht Physik fachwissenschaftliche Theorie- und Praxiskenntnisse vermittelt. Wie kein anderes Fach fördert Physik das logisch-analytische und systematische Denken der Schülerinnen und Schüler.

Daneben eignen sich Schülerinnen und Schüler in diesem Fach auch weitere Fähigkeiten und Fertigkeiten an, wie zum Beispiel Experimente zu planen, durchzuführen und diese exakt anhand von Protokollen zu dokumentieren. Diese Kompetenzen haben für Schülerinnen und Schüler auch eine Zukunftsbedeutung, um ihr künftiges Leben wohlgeordnet meistern zu können. Durch Artikulierung von Hypothesen sowie ihrer anschließenden Überprüfung und Reflexion wird das logische und kritische Denkvermögen (Urteilskompetenz) im besonderen Maße gebildet und gefördert.

Physik ist seit Anbeginn ein Fach, das streng genommen nur kompetenzorientiert unterrichtet werden kann. Am Gymnasium Eringerfeld wird Physik in der Sekundarstufe I in den Jahrgangsstufen 6, 7 und 9 im Umfang von 2 Wochenstunden erteilt. In Klasse 6 stehen zunächst fast ausschließlich physikalische Phänomene aus der Erfahrungswelt der Schülerinnen und Schüler im Vordergrund. Mit einer Vielzahl von Experimenten gehen sie deren Ursachen auf den Grund und erklären mit den gewonnenen Erkenntnissen weitere Phänomene. In diesem Fach arbeiten Lehrkräfte ausschließlich schülerorientiert, denn erst mit dieser Verankerung können Kompetenzen an Inhalten entwickelt werden.

Ab Klasse 7 wird diese Vorgehensweise um die Fertigkeiten, Experimente selbständig zu planen, durchzuführen und mit Hilfe der Mathematik auszuwerten, erweitert. Die Schülerinnen und Schüler erkennen, wie sich Naturgesetze aus den Messergebnissen ableiten lassen und lernen zunehmend, die Mathematik als nützliches Werkzeug in der Physik einzusetzen, um Zusammenhänge interdisziplinär aus einer exakten Perspektive beschreiben und Voraussagen machen zu können.

In der 9. Klasse werden die bis dahin gewonnenen Erkenntnisse aus fachsystematischen Gesichtspunkten im spiraldidaktischen Sinne vertieft und erweitert. So erfahren Lerner, in größeren Zusammenhängen physikalische Sachverhalte zu erkennen und zu durchschauen.

Um einen fundierten und konsequent kompetenzorientierten Unterricht in Physik zu gewährleisten, sind dafür mathematische Formeln, Gleichungen sowie graphische Darstellungen erforderlich bzw. unverzichtbar. Hier ist schon erkenntlich, dass im Fach Physik fächerübergreifend bzw. interdisziplinär gelernt wird.
3.3 Gesellschaftswissenschaften
3.3.1 Praktische Philosophie
Am Gymnasium Eringerfeld wird das Fach Praktische Philosophie bereits ab der Klasse 5 als Ersatz für den Religionsunterricht erteilt. Dort werden u.a. Fragen nach Moral, Gerechtigkeit und Verantwortung gestellt und behandelt. Themen wie “Der Mensch in der Gemeinschaft”, “Ich und mein Leben”, “Wahrhaftigkeit und Lüge”, “Umgang mit Konflikten” u. ä. werden dabei auf anschaulicher Ebene problematisiert und aus verschiedenen Perspektiven betrachtet. Methodisch legt der Philosophieunterricht Wert auf kooperatives Lernen. Neben den aus der Allgemeindidaktik bekannten Methoden kommen die folgenden philosophiespezifischen Methoden zum Einsatz: Dilemmata, Sokratisches Gespräch und Gedankenexperiment. Im Praktischen Philosophieunterricht trainieren die Schülerinnen und Schüler die Fähigkeit zum logischen Denken, zum Begründen des eigenen Tuns und zu verantwortlichem Handeln sich selbst und den Mitmenschen gegenüber.

In Praktischer Philosophie werden 7 verbindliche Fragenkreise behandelt:

  • Die Frage nach dem Selbst
  • Die Frage nach dem Anderen
  • Die Frage nach dem guten Handeln
  • Die Frage nach Recht, Staat und Wirtschaft
  • Die Frage nach Natur, Kultur und Technik
  • Die Frage nach Wahrheit, Wirklichkeit und Medien
  • Die Frage nach Ursprung, Zukunft und Sinn

So soll laut Kernlehrplan ein Fortschreiten des Lernens im Fach Praktische Philosophie gewährleistet werden.

Das Fach Praktische Philosophie sieht sich besonders dem Ziel der interkulturellen Handlungsfähigkeit verpflichtet. Durch die Auseinandersetzung mit fremdkulturellen Werten und Normen und dem damit verbundenen Perspektivwechsel leistet die Praktische Philosophie einen Beitrag zur Toleranz und fördert die Empathiefähigkeit der Schülerinnen und Schüler.

Das Fach übernimmt im Rahmen des Schulprogramms damit eine wichtige Aufgabe im Bereich der Werteerziehung für das menschliche Zusammenleben.

Der Philosophieunterricht zielt darauf ab, vielfältige Lernarrangements zum selbstständigen und aktiv kooperativen Lernen zu eröffnen. Die Ausstattung der Schule mit der Schulbibliothek, dem Computerraum mit Internet-Zugang und Active Boards in fast allen Klassenräumen ermöglichen auf vielfältige Weise die Realisierung dieses Ziels.

3.3.2 Philosophie
Das Fach Philosophie kann sich am Gymnasium Eringerfeld auf die Vorerfahrungen der Schüler und Schülerinnen mit dem Fach Praktische Philosophie stützen, welches sie ab der 5. Klasse an unserer Schule haben. In den Jahren zuvor haben sie zum Beispiel über Dilemmageschichten ihre moralische Urteilskraft gestärkt oder in der Verfertigung von Bildergeschichten zu den verschiedensten Schöpfungsmythen verschiedenste Religionen kennengelernt.

In der Oberstufe ist weiter unsere Aufgabe wie in allen gesellschaftswissenschaftlichen Fächern „zur kritischen Reflexion geschlechter- und kulturstereotyper Zuordnungen, zur Werteerziehung, zur Empathie und Solidarität, zum Aufbau sozialer Verantwortung, zur Gestaltung einer demokratischen Gesellschaft, zur Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen, auch für kommende Generationen im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung, und zur kulturellen Mitgestaltung“ beizutragen. Die Aufgabe der Philosophie hierbei ist besonders „die Befähigung zur philosophischen Problemreflexion“ und damit das philosophische Fragen.

Orientiert man sich an den kantischen Fragen, so stellen sich Folgende:

  1. Was kann ich wissen?
  2. Was soll ich tun?
  3. Was darf ich hoffen?
  4. Was ist der Mensch?

Diesen Fragen und ihren möglichen Antworten gehen wir in den sogenannten „Inhaltsfeldern“ des Kernlehrplans des Landes NRW nach, welche lauten:

  1. Der Mensch und sein Handeln
  2. Menschliche Erkenntnis und ihre Grenzen
  3. Das Selbstverständnis des Menschen
  4. Werte und Normen des Handelns
  5. Zusammenleben in Staat und Gesellschaft
  6. Geltungsansprüche der Wissenschaften

Während es in der EF noch einmal einen Gesamtüberblick gibt, werden in der Q 1 und Q 2 die Inhaltsfelder nach einander erarbeitet, um mit den Geltungsansprüchen der Wissenschaften und damit dem höchsten Abstraktionsgrad zu endigen.

3.3.3 Sozialwissenschaften
Zum Leitbild des Faches gehören die sozialwissenschaftlich gebildeten, zur demokratischen Auseinandersetzung und zur reflektierten Teilhabe fähigen mündigen Bürgerinnen und Bürger – als mündige Staatsbürgerinnen und -bürger, als mündige Wirtschaftsbürgerinnen und -bürger sowie als mündige Mitglieder vielfältiger gesellschaftlicher Gruppierungen. Dazu entwickeln die Schülerinnen und Schüler eine umfassende sozialwissenschaftliche Kompetenz.

Die Verwirklichung dieses Leitbildes erfordert die gezielte Vertiefung und Erweiterung der in der Sekundarstufe I ausgebildeten Sach-, Methoden-, Urteils- und Handlungskompetenzen. Schülerinnen und Schüler erwerben in sozialwissenschaftlichen Lernprozessen die Fähigkeiten, komplexe politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Zusammenhänge, Probleme und Konflikte strukturiert zu deuten, sich in ihnen zu orientieren, sie sachkundig und reflektiert zu beurteilen sowie Handlungsmöglichkeiten einzuschätzen, zu fundieren, zu erweitern und innovative Gestaltungsmöglichkeiten zu entwickeln. Im Zusammenhang mit den Wechselwirkungen der Gestaltungsintentionen und Handlungen anderer erwerben sie die Fähigkeit, Dilemmata und Konflikte zu beschreiben und mit den darin enthaltenen Widersprüchen, Vorläufigkeiten, Wahrscheinlichkeiten und Risiken umzugehen. Der Unterricht qualifiziert zu sozialwissenschaftlicher Analysefähigkeit, zu werte- und kriteriengeleitetem Urteilsvermögen und zur Perspektivübernahme sowie darauf aufbauend zu Interessenartikulation und Konfliktfähigkeit.

Die im Fach Philosophie zu vermittelnde Sachkompetenz meint die Verfügung über grundlegende politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Kenntnisse, die zum Verständnis gesellschaftlicher Strukturen und Prozesse notwendig sind. Dazu zählt vor allem ein vertieftes Deutungs- und Ordnungswissen. Deutungswissen entsteht in lebensweltlichen Interaktionen und durch die sich dort realisierende Wahrnehmung politisch-gesellschaftlicher Phänomene. Subjektive alltagstheoretische Vorstellungen bedürfen aber der engen und unverzichtbaren Verbindung mit der Sicht und der systematischen Analyse der politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Ordnung und deren systemischen Mechanismen, Strukturen und Zusammenhängen. Die Methodenkompetenz umfasst die Fähigkeiten und Fertigkeiten, die benötigt werden, um sich mit politischen, gesellschaftlichen und ökonomischen Problemstellungen auseinanderzusetzen. Dieses gilt sowohl für die originär fachspezifischen Methoden, deren Einsatz in den Leitwissenschaften Ökonomie, Politikwissenschaft und Soziologie zur Erkenntnisgewinnung unabdingbar ist, als auch für die Arbeitstechniken, die grundlegende über-fachliche Lernstrategien darstellen und gegenüber den sozialwissenschaftlichen Fachmethoden einen stärker instrumentellen Charakter besitzen. Dabei stehen fachspezifische Methoden sowie die fachunabhängigen Arbeitstechniken zu den Zielen sowie Inhalts- und Problemfeldern des Faches in einem wechselseitigen Implikationszusammenhang und sind deshalb in der Regel kontextgebunden über thematisches Lernen zu vermitteln.

Politische, gesellschaftliche und ökonomische Urteilsfähigkeit als eine zentrale Schlüsselkompetenz politischer Bildung beinhaltet die Befähigung zu einer selbstständigen, begründeten und kriterien- oder kategorienorientierten Beurteilung politischer Ereignisse, Probleme und Kontroversen sowie das Verständnis, das für politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Zusammenhänge erforderlich ist. Sie schließt das Finden eines eigenen begründeten Standpunktes bzw. Urteils ebenso ein wie ein verständigungsorientiertes Abwägen im Diskurs mit Anderen. Dies geschieht unter der Perspektive der Verallgemeinerungsfähigkeit.

Die politische, gesellschaftliche und ökonomische Handlungskompetenz umfasst die Fähigkeit, sich am öffentlichen demokratischen Prozess der Meinungsbildung und der Entscheidungsfindung zu beteiligen und die Chancen der Einflussnahme auf die Gestaltung politischer, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Strukturen zu erkennen. Politische, gesellschaftliche und ökonomische Handlungskompetenz, die zur Bewältigung neuartiger und komplexer Situationen bzw. Probleme dient, erwächst aus Deutungs- und Ordnungswissen, ergänzt durch erprobte und reflektierte Erfahrungen und Einsichten. Dabei geht es um den Zusammenhang von Denken, Handeln und Reflexion. Produktive Fähigkeiten und Kenntnisse sind vor diesem Hintergrund nicht voneinander zu trennen. Deshalb umfasst die politische Handlungskompetenz in der Regel drei Ebenen der Handlungsorientierung, die ein potenzielles Handeln unterstützen können: produktives Gestalten (wie z.B. Anfertigung eines Informationsblattes, einer Fotodokumentationen, eines Videos), simulatives Handeln (wie z.B. Rollenspiel, Pro-Kontra-Debatte, Zukunftswerkstatt) und reales Handeln (wie z.B. Erkundung, Praktikum, Straßeninterview).

Im Rahmen der sozialwissenschaftlichen Bildung leistet das Fach einen wichtigen Beitrag zur demokratischen Erziehung. Zentrales Bildungsziel des Unterrichts im Fach Sozialwissenschaften ist der Erwerb der Demokratiefähigkeit durch aktives Demokratielernen. Dieses ist zugleich Fach- und Unterrichtsprinzip.
Demokratie wird dabei im Verständnis des Grundgesetzes zugleich als Lebens-, Gesellschafts-, Wirtschafts- und Regierungsform verstanden. Sowohl die Erhaltung als auch Erneuerung der Demokratie sind auf allen Ebenen Gegenstände der kritischen Auseinandersetzung.

Das Fach Sozialwissenschaften ist als Integrationsfach definiert, das sich im Kontext der drei wissenschaftlichen Disziplinen Politikwissenschaften, Soziologie und Wirtschaftswissenschaften verortet. Im Unterricht wird die Besonderheit der Bereiche und Zugangsweisen ebenso deutlich wie auch ihre Verflochtenheit und die Notwendigkeit einer übergreifenden Betrachtungsweise. Die Inhaltsfelder sind so konstruiert, dass sich in ihnen die Fachperspektiven widerspiegeln bzw. sie diese integrieren und sich gleichzeitig die Möglichkeiten einer mehrperspektivischen Sichtweise eröffnen, um Gestaltungserfordernisse und Handlungsoptionen beschreiben, entwickeln und bewerten zu können.

3.3.4 Geschichte
Der Unterricht im Fach Geschichte orientiert sich entsprechend unserem Leitbild daran, Schüler/innen durch das Verständnis historischer Andersartigkeit zu ermöglichen, eine auf die eigene Kultur beschränkte Weltsicht zu überwinden und ein reflektiertes Geschichtsbewusstsein anzubahnen. Dieses reflektierte Geschichtsbewusstsein ist Grundlage dafür, dass Aussagen Anderer zur Geschichte kritisch betrachtet werden und eine einseitige, monoperspektivische Sicht auf die Vergangenheit durch eine reflektierte, multiperspektivische Sichtweise abgelöst wird. Dazu werden in allen Jahrgangsstufen die historische Andersartigkeit von Kulturen untersucht sowie historische Probleme und Konflikte aus verschiedenen Perspektiven betrachtet.

Um dieses Ziel zu erreichen, findet entsprechend des Kernlehrplans in Sekundarstufe I ein chronologischer Durchgang durch die wichtigsten Stationen der Menschheitsgeschichte statt. Die Schülerinnen und Schüler lernen verschiedene, z. T. fremdartig erscheinende Kulturen und Sichtweisen aus der Weltgeschichte kennen.

Von den hochorganisierten frühen Hochkulturen und Weltreichen der Ägypter und Römer bis zum Kalten Krieg und der Wiedervereinigung Deutschlands nach dem Fall der Berliner Mauer. Das Fach Geschichte wird am Gymnasium Eringerfeld in der 5., 7. und 9. Klasse unterrichtet.

In der Oberstufe ist Geschichte ein leseintensives Fach, in dem historisches Hintergrundwissen selbstständig erworben und bei der Analyse von Text- und Bildquellen sowie historischen Sachtexten angewendet werden muss.

Während in den beiden Halbjahren der Einführungsphase der Oberstufe die drei Längsschnittthemen „Selbst- und Fremdbilder“, „Entwicklung der Bürger- und Menschenrechte von der Antike bis zur französischen Revolution“ und „Islam und Christentum vom Mittelalter bis heute“ behandelt werden, steht in der zweijährigen Qualifikationsphase ein chronologischer Durchgang der deutschen und europäischen Geschichte von Napoleon, der Nationalstaatsbildung Deutschlands, dem Ersten und Zweiten Weltkrieg, Nationalsozialismus und Holocaust bis hin zum Fall der Mauer 1989 auf dem Plan.

3.3.5 Erdkunde
Der Erdkundeunterricht findet zu je zwei Wochenstunden in den Jahrgangsstufen 5, 7 und 9 sowie in Form von Grund- und Leistungskursen zu je drei bzw. fünf Wochenstunden in der Einführungsphase und in der Qualifikationsphase statt. Er basiert auf den gültigen Kernlehrplänen des Faches und wird in den schulinternen Curricula der einzelnen Jahrgangsstufen weiter konkretisiert. Der Erdkundeunterricht wird dabei letztlich den Aufgaben des Faches gerecht, „jene raumgebundenen Strukturen und Prozesse zu verstehen, in denen sich naturgeographische, ökologische, politische, wirtschaftliche und soziale Gegebenheiten und Zusammenhänge zu einem Gefüge vereinen, welches den Menschen als räumlich geprägte Lebenswirklichkeit begegnet“ (vgl. Kernlehrplan für das Gymnasium – Sekundarstufe I (G8) in Nordrhein-Westfalen. Erdkunde). Neben dem regulären Erdkundeunterricht sollen dazu Projekte, Wettbewerbe und themenbezogene Unterrichtsgänge und Exkursionen beitragen.

3.3.6 Erziehungswissenschaft
Das Unterrichtsfach Erziehungswissenschaft stellt für die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe ein neues Fach dar. Es geht in dem Fach hauptsächlich um die Menschenbildung. Anders als andere Fächer ist der Gegenstand des Faches das Individuum selbst und als solches handelt es sich um die Anthropologie mit dem Ziel, die pädagogische Mündigkeit zu entwickeln.

Konkret werden in dem Fach Pädagogik diskutiert, welche Fähigkeiten, Fertigkeiten und Bereitschaften, also Kompetenzen Menschen (Erzieher und Edukand) entwickeln müssen, um mit den individuellen und sozialen Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft produktiv fertig zu werden. Hierzu werden Kompetenzen an Inhalten bis zu einer bestimmten Jahrgangsstufe erworben, um so auch die in den Bildungsstandards festgelegten Bildungsziele zu erreichen.

Es wird damit garantiert, dass die Lernenden am Ende der Oberstufenzeit keine bloßen Träger von Wissen werden, sondern Fähigkeiten und Fertigkeiten erlangt haben, Wissen in Können zu transferieren, um als mündiger Mensch vielfältige Herausforderungen im künftigen Leben selbstbestimmt zu meistern. Konkret werden die Schülerinnen und Schüler zur Problemlöse- und Lernfähigkeit (kritisches Denken und Mündigkeit) sowie zur Team- und Kommunikationsfähigkeit (soziale Verantwortung) mittels der fächerübergreifenden Sach-, Methoden-, Urteils- und Handlungskompetenz erzogen. Ein solches Selbstverständnis des Faches Pädagogik ist im Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule eingebettet.

Konkret werden folgende fächerübergreifende Kompetenzen angeeignet:
Sachkompetenz: Schülerinnen und Schüler werden im Fach Pädagogik über Fachtermini und die grundlegenden Kenntnisse über Strukturen und Prozesse der Pädagogik, sowie ein vertieftes Deutungs- und Ordnungswissen verfügen. Alltagsvorstellungen und Vorwissen der Schülerschaft zu pädagogischen Themen werden aufgegriffen, fachwissenschaftlich analysiert und entsprechend verbessert oder erweitert.

Methodenkompetenz: Mittels allgemeiner und fachspezifischer Methoden setzt sich die Schülerschaft mit Fachinhalten und ihren Problemlagen um des Erkenntnisgewinns willen auseinander.
Urteilskompetenz: Das pädagogische Bewusstsein der Schülerinnen und Schüler ist Gegenstand des Unterrichtsgeschehens; d.h. sie werden zur Findung eines eigenen begründeten, kriteriengeleiteten Standpunktes bzw. Urteils zu erziehungswissenschaftlichen Sachverhalten befähigt.

Handlungskompetenz: Als Folge der drei vorangegangenen Kompetenzen verfügen die Lernenden über Handlungskompetenz, wenn sie fachgerecht und persönlich durchdacht und in individueller und sozialer Verantwortung handeln, indem sie ein anstehendes Problem methoden- und zielorientiert lösen und ihr Vorgehen anschließend reflektieren. Handlungskompetenz der Lerner bezieht sich sowohl auf den Schulalltag (produktive Gestaltung, simulatives Handeln) als auch auf den privaten Lebensbereich.

Auf den Pädagogikunterricht bezogen erfolgt dies durch einen stärkeren Bezug auf die Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler, um so fachliche, soziale und persönliche Fähigkeiten zu fördern. Halbjährliche Schwerpunkte werden dabei auf Bildungs- und Erziehungsprozesse; Lernen und Erziehung; Entwicklung, Sozialisation und Erziehung; Identität; Werte, Normen und Ziele in Erziehung und Bildung und Pädagogische Professionalisierung in verschiedenen Institutionen gelegt.
3.4 Kunst, Musik, Literatur
3.4.1 Kunst
Das Unterrichtsfach Kunst ist am Gymnasium Eringerfeld verpflichtend im Fächerkanon für die Klasse 5 bis 9 für alle Schülerinnen und Schüler eingebettet. In der Einführungsphase bis zur Qualifikationsphase 2 kann das Fach als Wahlfach und im Abitur als Prüfungsfach belegt werden, wenn ab der Einführungsphase das Fach schriftlich gewählt wurde. Erst ab Beginn der Oberstufe werden im Fach Kunst Klausuren geschrieben, bei denen besonders Wert auf die Verschriftlichung von Reflexionsanteilen bezüglich ausgewählter Beispiele der Kunstgeschichte gelegt wird. Das Fach Kunst zielt durch seine Inhalte und Methoden außerordentlich auf den Aufbau von Bildkompetenz, die der visuellen Emanzipation und Persönlichkeitsentwicklung dient. Unter „Bildern“ wird in diesem Zusammenhang von der Vielzahl möglicher Fachgegenstände gesprochen. Im Unterrichtsfach Kunst kann alles zum Lerngegenstand werden, was hauptsächlich auf visuelles Wahrnehmen hin abzielt u.a. Zeichnung, Malerei, Fotografie, Skulptur, Plastik oder Installation. Die Lernenden bauen im Fach Kunst Kompetenzen auf, die durch selbstbestimmtes Handeln und anschauliches Denken geprägt sind. Ausgerichtet ist der Kunstunterricht in allen Jahrgangsstufen auf die Verknüpfung von Produktion, Rezeption und Reflexion. An ausgewählten Beispielen der Kunstgeschichte und der eigenen gestalterischen Produktion werden diese grundlegenden fachmethodischen Kompetenzen ausgebildet.

Das Gymnasium Eringerfeld verfügt über zwei Kunsträume mit verbindendem Zwischenraum, welcher über ausreichend Stauraum für die Materialien der Schülerinnen und Schüler, Lehrwerke, kleinere künstlerische Arbeiten sowie für den Tonbrennofen verfügt. Ein Medienraum kann nach Voranmeldung ebenfalls genutzt werden. Mögliche Ausstellungsbereiche sollen für Schülerarbeiten (nach den Umbauarbeiten des Schulgebäudes) in den Schulalltag integriert und für die gesamte Schülerschaft sicht- und erfahrbar werden. In Absprache mit der Schulleitung und des -trägers kann innerhalb bestimmter Themen (z.B. Landschaft) draußen auf dem Schulgelände gearbeitet werden. Exkursionen wie Museumsbesuche oder das Lernen an außerschulischen Lernorten im Rahmen des Kunstunterrichts geplant und vorbereitet werden. Einmal jährlich findet eine feste Kooperation mit der Gösselkirmes in Geseke statt. Die Planung und Organisation obliegt der Kunst-AG, an der ausgewählte Lernende teilnehmen können. Bei Bedarf werden einzelne Vorbereitungen auf die Klassen der Erprobungsstufe ausgeweitet.

3.4.2 Musik
Der Musikunterricht findet zu je zwei Wochenstunden in den Jahrgangsstufen 5, 6 und 8 statt. Der Musikunterricht basiert auf den gültigen Kernlehrplänen des Faches und wird in den schulinternen Curricula der einzelnen Jahrgangsstufen weiter konkretisiert. Der Musikunterricht wird dabei letztlich den Aufgaben des Faches gerecht, „den jungen Menschen zu befähigen, seine künstlerisch-ästhetische Identität zu finden, sein kreatives und musikalisches Gestaltungspotenzial zu entfalten und kulturelle Orientierung zu erlangen“ (vgl. Kernlehrplan und Richtlinien für das Gymnasium – Sekundarstufe I in Nordrhein-Westfalen. Musik). Neben dem regulären Musikunterricht sollen dazu verschiedene Projekte, Aufführungen, AG-Angebote (auch in Zusammenarbeit mit dem Internat) und eine Profilierung ab Beginn der Klasse 5 beitragen.

Zu Beginn der Jahrgangsstufe 5 haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, sich für das musische Profil „BläserKlasse“ zu entscheiden und dieses bis zum Ende der Jahrgangsstufe 6 verbindlich fortzuführen. Dabei wird der reguläre Musikunterricht um zwei Wochenstunden ergänzt. In Kooperation mit der Musikschule Geseke erhalten Schülerinnen und Schüler des Profils BläserKlasse Instrumentalunterricht in Kleingruppen und Orchesterunterricht im Klassenverband. Die Spielliteratur wird dabei eng an den regulären Unterricht engknüpft. So können beispielsweise musikhistorische oder musiktheoretische Aspekte erfahrbar gemacht werden und zu einem weiteren handelnden Umgang anregen. In einem dreiwöchigen Instrumentenkarussell können Interessenten zunächst die verschiedenen Instrumente der BläserKlasse ausprobieren – derzeit Querflöte, Klarinette, Saxofon, Trompete, Posaune, Schlagzeug – und unter professioneller Beratung auswählen.

Die Teilnehmer der BläserKlasse haben nach der Jahrgangsstufe 6 die Möglichkeit in einem Schulorchester weiter zu musizieren und/oder den Instrumentalunterricht an der Musikschule Geseke u. a. in Form von individuellem Einzelunterricht fortzuführen.
3.5 Sport
Die Aufgaben, Prinzipien und Grundlagen des Schulsports stellen die Komplexität dieses Faches dar. Zur Erfüllung des fachdidaktischen Doppelauftrags von Bildung und Erziehung werden bestimmte Fachbereiche abgedeckt und thematisiert. Diese Bewegungsfelder und Sportbereiche umfassen nicht nur die reine körperliche Aktivität, sondern beinhalten ebenso Kenntnisse und Einsichten, die es auch im Schulsport zu erlernen gilt (Vgl. Kernlehrplan NRW 2011). Eine umfassende, fachliche Handlungskompetenz im Bereich Bewegung, Spiel und Sport wird als vorrangige Aufgabe und Zielperspektive des Faches Sport beschrieben. Zur deutlicheren Differenzierung und Transparenz dieser umfassenden Handlungsfähigkeit werden einzelne Kompetenzbereiche ausgewiesen. Diese sind neben der zentralen Bewegungs- und Wahrnehmungskompetenz, als fachlichen Kern der Kompetenzentwicklung, ebenso die fachspezifischen Methoden- und Urteilskompetenzen zu benennen. Die Bewältigung von unterschiedlichen Anforderungssituationen in Bewegung, Spiel und Sport setzt demnach den gleichzeitigen Einsatz von motorischem Können, fachlichem Wissen und dem zielgerichteten Wollen voraus.

Davon ausgehend werden entsprechende fachliche Anforderungen und Lernergebnisse jeweils am Ende der Erprobungsstufe, also der Jahrgangsstufe 6 und am Ende der Sekundarstufe I, also der Jahrgangsstufe 9, erwartet, die in Form von Kompetenzerwartungen bestimmte Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse umfassen.
Das Gymnasium Eringerfeld kann zur Durchführung des Sportunterrichts auf eine schuleigene Dreifachsporthalle, einen schuleigenen Asche-Sportplatz mit einer Rund-Laufbahn und zwei Außen-Kleinspielfelder mit Gummibelag zurückgreifen. Ferner kann im Umfeld der Schule das unmittelbare Waldgelände genutzt werden. Der Schwimmunterricht findet geschlechtsspezifisch jeweils im Lehrschwimmbecken in Störmede und im Schwimmbad Lippstadt statt.

Der Sportunterricht richtet sich nach den Kernlehrplänen Sport Sek. I am Gymnasium in der Fassung vom 01.08.2011 und wird in allen Klassenstufen auf der Grundlage der verbindlichen Stundentafel erteilt:

  • Regelunterricht der Klassen 5-7: 3-stündig
  • Regelunterricht der Klassen 8-9: 2-stündig
  • Einführungsphase der GOSt: 3-stündig
  • Qualifikationsphase der GOSt: Grundkurs: 3-stündig

In der gymnasialen Oberstufe findet der Sportunterricht im Rahmen des Pflichtunterrichts in der Einführungsphase 3-stündig im Theorie-Praxis Bezug statt. Momentan wird auch in der Qualifikationsphase der Sportunterricht lediglich als 3-stündiger Grundkurs angeboten; zukünftig sollen jedoch die Voraussetzungen gemäß APO-GOSt erfüllt werden, sodass am Gymnasium Eringerfeld das Fach Sport als 4. Abiturfach gewählt und auch als Leistungskurs auf erhöhtem Anforderungsniveau (reflektierte Praxis 3-stündig an der Sportstätte sowie 2 Theoriestunden im Klassenraum) angeboten werden kann.

Im Rahmen des außerunterrichtlichen Schulsports wird den Schülerinnen und Schülern in Form von AGs, Sportfesten und über die Teilnahme an Schülerwettkämpfen versucht, ein vielfältiges zusätzliches Angebot zu bereiten.
4. Konzept zur Leistungsbewertung
Anstrengung lohnt sich!
Die Leistungsbewertung ist ein zentraler Bereich des schulischen Handelns. Die Noten, die erarbeitet werden, entscheiden über die Chancen in der aktuellen und späteren Laufbahn.Mit dem Leistungskonzept wollen wir Transparenz über Verfahren und Maßstäbe der Leistungsbewertung schaffen. Selbstverständlich werden die Maßstäbe für die Beurteilung der schriftlichen und mündlichen Leistung eines Schülers von den rechtlichen Rahmenbedingungen festgelegt, die für alle Kolleginnen und Kolle-gen verbindlich sind. Zusätzlich spezifizieren die Fachschaften des Gymnasiums Eringerfeld neben den inhaltlichen und methodischen Aspekten Besonderheiten der Leistungsbeurteilung, die sich aus den jeweiligen Fachcurricula ergeben.
4.1 Rechtliche Voraussetzungen
Die rechtlichen Rahmenbedingungen ergeben sich aus:

4.1.1 § 48 des Schulgesetzes:
Grundsätze der Leistungsbewertung
  1. Die Leistungsbewertung soll über den Stand des Lernprozesses der Schülerin oder des Schülers Aufschluss geben; sie soll auch Grundlage für die weitere Förderung der Schülerin oder des Schülers sein. Die Leistungen werden durch Noten bewertet. Die Ausbildungs- und Prüfungsordnungen können vorsehen, dass schriftliche Aussagen an die Stelle von Noten treten oder diese ergänzen.
  2. Die Leistungsbewertung bezieht sich auf die im Unterricht vermittelten Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten. Grundlage der Leistungsbewertung sind alle von der Schülerin oder dem Schüler im Beurteilungsbereich „Schriftliche Arbeiten“ und im Beurteilungsbereich „Sonstige Leistungen im Unterricht” erbrachten Leistungen. Beide Beurteilungsbereiche sowie die Ergebnisse zentraler Lernstandserhebungen werden bei der Leistungsbewertung angemessen berücksichtigt.
  3. Bei der Bewertung der Leistungen werden folgende Notenstufen zu Grunde gelegt:
    1. sehr gut (1)
      Die Note „sehr gut“ soll erteilt werden, wenn die Leistung den Anforderungen im besonderen Maße entspricht.
    2. gut (2)
      Die Note „gut“ soll erteilt werden, wenn die Leistung den Anforderungen voll entspricht.
    3. befriedigend (3)
      Die Note „befriedigend“ soll erteilt werden, wenn die Leistung im Allgemeinen den Anforderungen entspricht.
    4. ausreichend (4)Die Note „ausreichend“ soll erteilt werden, wenn die Leistung zwar Mängel aufweist, aber im Ganzen den Anforderungen noch entspricht.
    5. mangelhaft (5)
      Die Note „mangelhaft“ soll erteilt werden, wenn die Leistung den Anforderungen nicht entspricht, jedoch erkennen lässt, dass die notwendigen Grundkenntnisse vorhanden sind und die Mängel in absehbarer Zeit behoben werden können.
    6. ungenügend (6)
      Die Note „ungenügend“ soll erteilt werden, wenn die Leistung den Anforderungen nicht entspricht und selbst die Grundkenntnisse so lückenhaft sind, dass die Mängel in absehbarer Zeit nicht behoben werden können.
  4. Werden Leistungen aus Gründen, die von der Schülerin oder dem Schüler nicht zu vertreten sind, nicht erbracht, können nach Maßgabe der Ausbildungs- und Prüfungsordnung Leistungsnachweise nachgeholt und kann der Leistungsstand durch eine Prüfung festgestellt werden.
  5. Verweigert eine Schülerin oder ein Schüler die Leistung, so wird dies wie eine ungenügende Leistung bewertet.
  6. Neben oder an Stelle der Noten nach Absatz 3 kann die Ausbildungs- und Prüfungsordnung ein Punktsystem vorsehen. Noten- und Punktsystem müssen sich wechselseitig umrechnen lassen.

4.1.2 § 6 der APO-SI
Leistungsbewertung, Klassenarbeiten, Nachteilsausgleich

  1. Die Leistungsbewertung richtet sich nach § 48 Schulgesetz NRW.
  2. Zum Beurteilungsbereich „Sonstige Leistungen” gehören alle im Zusammenhang mit dem Unterricht erbrachten mündlichen und praktischen Leistungen sowie gelegentliche kurze schriftliche Übungen in allen Fächern. Die Leistungen bei der Mitarbeit im Unterricht sind bei der Beurteilung ebenso zu berücksichtigen wie die übrigen Leistungen.
  3. Die Beurteilungsbereiche „Schriftliche Arbeiten“ und „Sonstige Leistungen im Unterricht” sowie die Ergebnisse zentraler Lernstandserhebungen werden bei der Leistungsbewertung angemessen berücksichtigt.
  4. Schülerinnen und Schüler erhalten eine Lernbereichsnote, wenn nach Maßgabe dieser Verordnung ein Lernbereich integriert unterrichtet wird.
  5. Nicht erbrachte Leistungsnachweise gemäß § 48 Absatz 4 Schulgesetz NRW sind nach Entscheidung der Fachlehrerin oder des Fachlehrers nachzuholen oder durch eine Prüfung zu ersetzen, falls dies zur Feststellung des Leistungsstandes erforderlich ist.
  6. Die Förderung in der deutschen Sprache ist Aufgabe des Unterrichts in allen Fächern. Häufige Verstöße gegen die sprachliche Richtigkeit in der deutschen Sprache müssen bei der Festlegung der Note angemessen berücksichtigt werden. Dabei sind insbesondere das Alter, der Ausbildungsstand und die Muttersprache der Schülerinnen und Schüler zu beachten.
  7. Bei einem Täuschungsversuch
    1. kann der Schülerin oder dem Schüler aufgegeben werden, den Leistungsnachweis zu wiederholen,
    2. können einzelne Leistungen, auf die sich der Täuschungsversuch bezieht, für ungenügend erklärt werden oder
    3. kann, sofern der Täuschungsversuch umfangreich war, die gesamte Leistung für ungenügend erklärt werden.
  8. Einmal im Schuljahr kann pro Fach eine Klassenarbeit durch eine andere, in der Regel schriftliche, in Ausnahmefällen auch gleichwertige nicht schriftliche Leistungsüberprüfung ersetzt werden. In den modernen Fremdsprachen können Klassenarbeiten mündliche Anteile enthalten. Einmal im Schuljahr kann eine schriftliche Klassenarbeit durch eine gleichwertige Form der mündlichen Leistungsüberprüfung ersetzt werden. Im Fach Englisch wird im letzten Schuljahr eine schriftliche Klassenarbeit durch eine gleichwertige Form der mündlichen Leistungsüberprüfung ersetzt.
  9. Soweit es die Behinderung oder der sonderpädagogische Förderbedarf einer Schülerin oder eines Schülers erfordert, kann die Schulleiterin oder der Schulleiter Vorbereitungszeiten und Prüfungszeiten angemessen verlängern und sonstige Ausnahmen vom Prüfungsverfahren zulassen. Entsprechendes gilt bei einer besonders schweren Beeinträchtigung des Lesens und Rechtschreibens. Die fachlichen Leistungsanforderungen bei Abschlüssen und Berechtigungen bleiben unberührt.
4.1.3 den Erlassen, z. B. dem LRS-Erlass
BASS 14 – 01 – Nr. 1: Förderung von Schülerinnen und Schülern bei besonderen Schwierigkeiten im Erlernen des Lesens und Rechtschreibens (LRS) RdErl. d. Kultusministeriums v. 19. 7. 1991 (GABl. NW. I S. 174) *

4.1.4 Leistungsfeststellung und -beurteilung
Soweit nachstehend nichts Abweichendes bestimmt ist, gelten für Schülerinnen und Schüler mit Schwierigkeiten im Lesen und Rechtschreiben die allgemeinen Bestimmungen über die Leistungsfeststellung und -beurteilung.

Für Schülerinnen und Schüler, die einer zusätzlichen Fördermaßnahme bedürfen, gilt für die Klassen 3 bis 6 und in besonders begründeten Einzelfällen auch für die Klassen 7 bis 10 zusätzlich:

  • 4.1.4.1 Schriftliche Arbeiten und Übungen
    Bei einer schriftlichen Arbeit oder Übung zur Bewertung der Rechtschreibleistung im Fach Deutsch und in den Fremdsprachen kann die Lehrerin oder der Lehrer im Einzelfall eine andere Aufgabe stellen, mehr Zeit einräumen oder von der Benotung absehen und die Klassenarbeit mit einer Bemerkung versehen, die den Lernstand aufzeigt und zur Weiterarbeit ermutigt. In den Fremdsprachen können Vokabelkenntnisse durch mündliche Leistungsnachweise erbracht werden. Die Erziehungsberechtigten sind über den Leistungsstand ihres Kindes zu informieren. Die Rechtschreibleistungen werden nicht in die Beurteilung der schriftlichen Arbeiten und Übungen im Fach Deutsch oder in einem anderen Fach mit einbezogen.
  • 4.1.4.2 Zeugnisse
    Der Anteil des Rechtschreibens ist bei der Bildung der Note im Fach Deutsch zurückhaltend zu gewichten. In den Zeugnissen kann in der Rubrik „Bemerkungen“ aufgenommen werden, dass die Schülerin oder der Schüler an einer zusätzlichen LRS-Fördermaßnahme teilgenommen hat.
  • 4.1.4.3 Versetzung
    Bei Entscheidungen über die Versetzung oder die Vergabe von Abschlüssen dürfen die Leistungen im Lesen und Rechtschreiben nicht den Ausschlag geben. 4.4 Übergang zu Realschulen und Gymnasien Besondere Schwierigkeiten im Rechtschreiben allein sind kein Grund, eine Schülerin oder einen Schüler für den Übergang in die Realschule oder das Gymnasium bei sonst angemessener Gesamtleistung als nicht geeignet zu beurteilen. 5. Zusammenarbeit mit den Erziehungsberechtigten Die Erziehungsberechtigten sind über das Bedingungsgefüge der Lese-und Rechtschreibschwierigkeit ihres Kindes und über die geplanten Fördermaßnahmen ausführlich zu informieren.
4.1.5 APO-GOSt
Für die Sekundarstufe II gilt die Verordnung über den Bildungsgang und die Abiturprüfung in der gymnasialen Oberstufe (APO-GOSt).

4.1.6 Kernlehrpläne der einzelnen Fächer
Gleichzeitig finden die Vorgaben der Kernlehrpläne für die Leistungsbewertung in den jeweiligen Fächern Berücksichtigung. Alle Lehrer sind verpflichtet, sich über die aktuellen Vorgaben zu informieren. Die Vorgaben sind in den Fachschaften zur Grundlage des Leistungskonzepts zu machen.
4.2 Grundsätze der Leistungsbewertung
Leistungsbewertung in der Schule ist eine pädagogische Entscheidung. Sie ist geprägt von der Über-prüfung der im Unterricht erworbenen Kompetenzen. Darüber hinaus soll jeder Lehrer den individuellen Lernfortschritt und die individuelle Lebenssituation des Schülers im Blick haben (individuelle Bezugsnorm) sowie den Lernstand der konkreten Lerngruppe (soziale Bezugsnorm). Besonders bei Noten, die Konsequenzen für die weitere Schullaufbahn haben, hat der Lehrer eine besondere Sorgfaltspflicht und Verantwortung.

Ziel der Leistungsbewertung ist es, den Stand des Lernprozesses für den einzelnen Schüler festzustellen, um eine Grundlage für die individuelle Leistungsentwicklung und Leistungsförderung zu schaffen.

Grundlage für eine Leistungsbewertung ist der tatsächlich erteilte Unterricht. Inhalt und Form jeder Leistungsüberprüfung werden im Unterricht vorbereitet und geübt. Der Lehrer ist gegenüber der Lerngruppe verpflichtet, zu Beginn jedes Schuljahres transparent zu machen, welche Formen der Leistungsüberprüfung er einsetzen wird und welche Beurteilungsmaßstäbe gelten.

Im Laufe des Schuljahres, vor allen zu den Quartalen, kann jeder Schüler Auskunft über seinen Leistungsstand erfragen und sich erkundigen, welche Möglichkeiten bestehen, um seine Leistung zu verbessern.

Für den Lehrer sollen die Ergebnisse von Leistungsüberprüfungen immer auch Anlass sein, den eigenen Unterricht auf seine Qualität und Wirksamkeit hin zu überprüfen.

4.2.1 Leistungsbewertung als Element der Qualitätssicherung
Im Zuge der standardisierten Leistungsüberprüfung finden in der Jahrgangsstufe 8 in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch zentrale Lernstandserhebungen statt, die bestimmte Kompetenzbereiche für diese Jahrgangsstufe überprüfen. In der Jahrgangsstufe 10 werden zentrale Klausuren in den Fächern Deutsch und Mathematik geschrieben. Im Sinne der Qualitätssicherung ist es die Aufgabe der Fachkonferenzen, diese Ergebnisse auszuwerten.

4.2.2 Schriftliche Arbeiten: Klassenarbeiten, Klausuren
Für die Anzahl und Dauer der Klassenarbeiten am Gymnasium gelten diese Bestimmungen:

Klasse Deutsch 1. Fremdsprache 2. Fremdsprache Mathematik
Anzahl Dauer
(in Unterrichts- stunden)
Anzahl Dauer
(in Unterrichts- stunden)
Anzahl Dauer
(in Unterrichts- stunden)
Anzahl Dauer
(in Unterrichts- stunden)
5 6 1 6 bis zu 1 - - 6 bis zu 1
6 6 1 6 1 6 bis zu 1 6 bis zu 1
7 6 1 - 2 6 1 6 1 6 1
8 5 1 - 2 5 1 - 2 5 1 5 1 - 2
9 4 - 5 2 - 3 4 - 5 1 - 2 4 - 5 1 - 2 4 - 5 1 - 2

Darüber hinaus werden im Wahlpflichtunterricht der Klassen 8 und 9 je Schuljahr vier Klassenarbeiten von ein bis zwei Unterrichtsstunden geschrieben. Schulintern sind diese Vorgaben so umgesetzt:

  • Klasse 5 – 7: In den Fächern Deutsch, Mathematik, 1. Fremdsprache und 2. Fremdsprache werden jeweils 3 Klassenarbeiten pro Halbjahr geschrieben.
  • Klasse 8: In den Fächern der Lernstandserhebung (Deutsch, Mathematik, Englisch) und in der 2. Fremdsprache sowie im WP-II-Fach werden im ersten Halbjahr 3 Klassenarbeiten und im zweiten Halbjahr 2 Klassenarbeiten geschrieben.
  • Klasse 9: In den Fächern Deutsch, Mathematik, 1. Fremdsprache, 2. Fremdsprache und im WP-II-Fach werden jeweils 2 Klassenarbeiten pro Halbjahr geschrieben.

Klassenarbeiten und Klausuren bedürfen einer zielgerichteten Vorbereitung und Übung im Unterricht. Die Bewertungskriterien müssen für die Schüler transparent sein. Für die Aufgabenformulierung werden die Operatoren genutzt, die für das jeweilige Fach vorgegeben sind. Zudem soll eine Kompetenzorientierung erfolgen, um zu überprüfen, ob die verschiedenen Kompetenzbereiche, die als Ziel für die jeweilige Stufe im Kernlehrplan vorgegeben sind, erreicht wurden. Die einzelnen Fachschaften setzen für ihr Fach fest, wie die Aufgabentypen verteilt sind und ordnen sie dem Curriculum zu. Desweiteren treffen sie Absprachen zum Umgang mit Fehlern und Berichtigungen.

4.2.3 Terminierung
Die Termine für die Klassenarbeiten werden in der Regel von den jeweiligen Fachlehrern zu Beginn des Schuljahres für ein Halbjahr festgelegt. Für die Oberstufe legt der Oberstufenkoordinator die Termine für die einzelnen Quartale fest.

Die Planung berücksichtigt eine gleichmäßige Verteilung über das Halbjahr und achtet darauf, Belastungen für Schüler zu vermeiden. Nach Möglichkeit sollen nur 2, maximal 3 Klassenarbeiten / Klausuren pro Woche stattfinden. Klassenarbeits- und Klausurtermine werden den Schülern rechtzeitig angekündigt.

4.2.4 Konzeption
Im Sinne der Qualitätssicherung ist es Aufgabe der Fachkonferenzen, die Aufgabenformate für schriftliche Arbeiten entsprechend den Kernlehrplänen bzw. den Abiturbedingungen festzulegen. Die Schülerinnen und Schüler müssen mit den Aufgabenformaten vertraut sein und Gelegenheit zur Übung haben. Die Operatoren müssen den Schülern vertraut sein und in den Aufgabenstellungen genutzt werden.

Neben der konkreten Leistungsbewertung bereiten die Klassenarbeiten bzw. Klausuren zuneh-mend auf die Formate vor, die in den zentralen Prüfungen gefordert werden. Die zu fordernden Leistungen beziehen sich immer auf einen Verstehens- und einen Darstellungsteil. Bei der Aufga-benentwicklung sind die verschiedenen Anforderungsbereiche I-III zu berücksichtigen.

4.2.5 Bewertungsmaßstäbe
Zu jeder Aufgabenstellung wird ein Erwartungshorizont erstellt. Dieser legt den mit dem Arbeits-auftrag intendierten Leistungsanspruch genau fest. Dabei sind die Anforderungsbereiche I, II und III angemessen zu gewichten. Konkrete Absprachen dazu treffen die Fachkonferenzen. Die Zuordnung von Punkten und bestimmten Leistungen muss eine sachgerechte Gewichtung erkennen las-sen. Die Festlegung der Note ist keine rein mathematische Berechnung, sondern gewährt pädagogischen Spielraum.

Um den Bewertungsvorgang transparent zu machen, reicht es nicht aus, nur die Note zu nennen, sondern es ist eine Form der schriftlichen Rückmeldung für die Schüler zu erstellen, aus der ersichtlich ist, welche Lösungen möglich waren, und die den Schülern hilft, eigene Defizite zu erkennen und aufzuarbeiten. Im Allgemeinen handelt es sich bei dieser Rückmeldung um einen Bewertungsbogen mit den einzelnen Beurteilungskriterien, einem Überblick über die Punkteverteilung und einem individuellen Kommentar zur Notengebung. Konkrete Absprachen über die Form der Rückmeldung treffen die Fachkonferenzen.

4.2.6 Berechnungssystem für die Sekundarstufe I
Das in der jeweiligen Fachschaft gültige Berechnungssystem für die Notenstufe wird für die Sekun-darstufe I in den einzelnen Fachkonferenzen entschieden und den Schülern und Eltern mitgeteilt.

4.2.7 Berechnungssystem für die Sekundarstufe II
Das Berechnungssystem orientiert sich an den Vorgaben für das Zentralabitur:

Note Punkte von bis
1p 100 95
1x 94 90
1m 89 85
2p 84 80
2x 79 75
2m 74 70
3p 69 65
3x 64 60
3m 59 55
4p 54 50
4x 49 45
4m 44 39
5p 38 33
5x 32 27
5m 26 20
6 19 0

4.2.8 Auswertung / Diagnostik
Jede schriftliche Leistungsüberprüfung ist ein wesentlicher Baustein für die Diagnostik; sie zeigt, wo der einzelne Schüler in seinem individuellen Lernweg steht. Der Schüler erkennt ggf. Defizite und kann diese gezielt bearbeiten. Der Lehrer kann individuelle Förderempfehlungen geben. Jeder Lehrer kann die Analyse und Auswertung der Ergebnisse einer Klassenarbeit dazu nutzen, den eigenen Unterricht zu überprüfen (vgl. Qualitätssicherung). Es ist Aufgabe der Fachkon-ferenzen, sich über Aufgabenformate und Erwartungshorizonte zu verständigen.

4.2.9 Bereich „Sonstige Leistungen”
Zu den „Sonstige Leistungen” im Unterricht gehören

  • Beiträge zum Unterrichtsgespräch
  • Präsentation von Ergebnissen
  • Vortrag von Gruppenergebnissen
  • Darstellung von Gelerntem / Wissen
  • Beiträge im Rahmen kooperativer Arbeitsprozesse
  • kurze schriftliche Übungen im Unterricht
  • Protokolle
  • Referate

Neben der mündlichen Beteiligung müssen weitere Formen der sonstigen Leistungen einen ange-messenen Anteil der Note ausmachen, um auch ruhigen Schülern die Chance zu geben, Leistung zu zeigen.

In der Sekundarstufe I gilt am Gymnasium Eringerfeld, dass der Anteil der Sonstigen Mitarbeit ca 40% der Note ausmacht. In der Sekundarstufe II gilt eine 50%ige Bewertung der Sonstigen Mitarbeit.

Nicht jede Unterrichtssituation ist eine Leistungssituation. Es muss für die Schüler deutlich werden, dass es im Unterricht Phasen gibt, in denen die Schüler lernen, ohne bewertet zu werden, d.h. in denen sie Fehler machen, nachfragen, üben dürfen.

Mit der Umstellung auf die Kernlehrpläne stehen Kompetenzen im Zentrum des Lernprozesses. Aufgabe der Beurteilung der sonstigen Leistungen ist es also, festzustellen, inwieweit der Schüler über bestimmte Kompetenzen verfügt, inwieweit er bestimmte Kompetenzen schon erreicht hat oder sie noch ausbauen muss. Dies zu konkretisieren, ist Aufgabe der Fachkonferenzen.

4.2.10 Allgemeine Bewertungsmaßstäbe
Für die Beurteilung der sonstigen Leistungen gelten folgende Kriterien:

  • Fachliche Kenntnisse (Fachwissen und Fachmethoden)
  • Fähigkeit zur Vernetzung von Sachverhalten
  • Fähigkeit, Sachverhalte zu hinterfragen
  • zielführende und komplexe Beiträge
  • Aktive Förderung des Lernprozesses der Gruppe
  • Kontinuität der Mitarbeit

Diese lassen sich sowohl im Unterrichtsgespräch als auch bei kooperativen Arbeitsprozessen beob-achten und beurteilen.

Beiträge im Unterrichtsgespräch:

  • fachliche Qualität (Kenntnisse, Methoden, Begriffe)
  • Bezug auf den Unterrichtszusammenhang
  • Initiative und Problemlösung
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Kontinuität
  • begrenzte Aufgabe (begründete Stellungnahme, Lösung einer begrenzten Aufgabe)
  • Mitarbeit in kooperativen Arbeitsformen (Partnerarbeit/Gruppenarbeit)
  • Kooperation in Planung, Arbeitsprozess
  • Arbeitsintensität
  • Beteiligung an Ergebnisfindung
  • Methodenkompetenz
  • Präsentationskompetenz

Kriterien für weitere Formen der sonstigen Leistung

Schriftliche Übungen im Unterricht:

begrenzte Aufgabe (begründete Stellungnahme, Lösung einer begrenzten Aufgabe)

z. B. Protokolle oder Referate:

  • Logische Gliederung, angemessene Strukturierung
  • Eigenständigkeit der Leistung, eigenständige Auswahl und Zuordnung von Aspekten
  • Auswahl und Zuordnung von Aussagen zu Gegenständen und Verlauf
  • zielorientierte Formulierungen
  • sachliche Richtigkeit
  • sichere und selbständige Beurteilung, Abgrenzung von referierten Positionen
  • angemessener Medieneinsatz
  • Präsentation und Vortrag
ggf. auch Projektarbeiten, Gestaltungsarbeiten, Praktikumsmappen (Näheres dazu regeln die Fachkonferenzen.)

4.2.11 Wertschätzung besonderer Leistungen der Schülerinnen und Schüler
Nach der Vergabe der Zeugnisse im 1. und 2. Halbjahr findet am Gymnasium Eringerfeld eine Zeugnisfeier statt, um besondere Leistungen der Schülerinnen und Schüler zu honorieren. Nicht nur die besten Zeugnisdurchschnitte, auch besondere Leistungssteigerung und soziales Engagement sowie die erfolgreiche Teilnahme an Wettbewerben und außerschulischen Aktivitäten werden in diesem Rahmen geehrt. Eingeladen zur Zeugnisfeier sind die gesamten Familien der Schüler/innen, die Betreuer/innen des Internats und die Lehrer/innen.

4.2.12 Maßnahmen zur Sicherung der Umsetzung
Um zu gewährleisten, dass das Leistungskonzept angemessen umgesetzt und weiterentwickelt wird, findet regelmäßig in den Fachkonferenzen eine Überprüfung der schulinternen Curricula und des Leistungskonzepts pro Fach statt. Die Mitglieder der Fachkonferenzen planen parallele Klassenarbeiten und Klausuren (in Zweierteams in der Sekundarstufe I und in 2-4er Teams in der gymnasialen Oberstufe). Beispielhafte Klassenarbeiten und Klausuren werden zusammen mit den Bewertungsbögen in Fachschaftsordnern gesammelt.
5. Stufenorganisation
5.1 Die Erprobungsstufe: Jahrgang 5 und 6
Die Erprobungsstufe umfasst die Schuljahre 5 und 6. Sie bildet eine pädagogische Einheit. Ziel der Erprobungsstufe ist es, die Schülerinnen und Schüler an die Anforderungen des Gymnasiums heranzuführen. Der Unterricht in der Erprobungsstufe schließt an den der Grundschule an. Als gebundenes Ganztagsgymnasium können wir mit Hilfe der zusätzlich zur Verfügung stehenden Stunden und in Zusammenarbeit mit unserem Internat den Übergang in besonderer Weise gestalten und pädagogisch begleiten. Die pädagogische Arbeit wird begleitet durch eine Reihe von Erprobungsstufenkonferenzen, die in regelmäßigen Abständen durchgeführt und über deren Ergebnisse die Eltern laufend unterrichtet werden. Bei allen Konferenzen nehmen die in der Klasse unterrichtenden Fachlehrer teil. Hier werden nicht nur Lernfortschritte und Lerndefizite thematisiert, sondern auch das Sozialverhalten. Dementsprechend werden Ursachen analysiert und Fördermöglichkeiten erarbeitet.

Die Erprobungsstufe an unserer Schule ist damit eine Entwicklungs- und Beobachtungsphase, die dazu dient, die Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler zu fördern und stärken.

Förderung in der Erprobungsstufe
In den Klassen 5 und 6 werden soweit möglich Klassenleitungsteams eingesetzt. Die hauptverantwortlichen Klassenlehrer erhalten eine zusätzliche Unterrichtsstunde, um auf die besonderen Belange der Kinder einzugehen und das soziale Miteinander fördern zu können.

In Klasse 5/6 bemühen sich die Lehrerinnen und Lehrer verstärkt um eine gezielte Vermittlung von Lern- und Arbeitsmethoden, wie Vokabeln lernen, Lesetechniken, Vorbereitung auf Klassenarbeiten, die auch mithilfe entsprechender Techniken und praktischer Übungen erprobt werden.

Unter individuelle Förderung verstehen wir nicht nur den Ausgleich von Defiziten, sondern auch durch das Anbieten von verschiedenen Arbeitsgemeinschaften (AGs), der Möglichkeit der Teilnahme an nationalen und internationalen Wettbewerben und Projekten Stärken von Schülerinnen und Schülern zu fördern.

In der Erprobungsstufe werden die Unterrichtsfächer gemäß der schulgesetzlichen Vorgaben in NRW erteilt.

In der Jahrgangsstufe 5 haben die Schülerinnen und Schüler folgende Unterrichtsfächer: Deutsch, Englisch, Mathematik, Erdkunde, Geschichte, Biologie, Kunst, Musik, Sport (ggf. Schwimmen), Praktische Philosophie.

In der Jahrgangsstufe 6 haben die Schülerinnen und Schüler folgende Unterrichtsfächer: Deutsch, Englisch, Mathematik, Französisch/Türkisch, Politik, Physik, Kunst, Musik, Sport (Schwimmen), Praktische Philosophie.

Die Schülerinnen und Schüler erhalten in den Hauptfächern zudem Ergänzungsstunden. Die Klassen des 6er Jahrganges werden nach den Wahlpflichtsfächern Französisch und Türkisch aufgeteilt, um die Schülerinnen und Schüler auch im Klassenverband zu fördern.

Der Übergang von Klasse 5 in Klasse 6 erfolgt ohne Versetzungsentscheidung. Erst am Ende der Klasse 6 entscheidet die Zeugniskonferenz darüber, ob die Schülerin oder der Schüler auf dem Gymnasium verbleiben kann oder bei Nichtversetzung in die 7. Klasse einer anderen Schulform wechseln muss.
5.2 Die Mittelstufe: Jahrgang 7 bis 9
Der erfolgreiche Abschluss der Erprobungsstufe und der Eintritt in die Mittelstufe markiert den Weg zu mehr Selbstständigkeit und Eigenverantwortung der Schülerinnen und Schüler am Gymnasium. Besondere Merkmale sind der Wahlpflichtunterricht II (WP II) ab Klasse 8, die Lernstandserhebung (LSE) und die Vorbereitung, Durchführung und Reflexion des Betriebspraktikums in Klasse 9.

Ansprechpartner der Schülerinnen und Schüler sind in erster Linie die neuen Klassenlehrer, die ihre Klasse in der Regel die vollen drei Jahre der Mittelstufe begleiten werden. Die Klassenlehrer bilden mit dem jeweiligen Koordinator/ der Koordinatorin der Mittelstufe ein Team. Besonders die Elternsprechtage dienen den Schülern und Eltern bei Lernschwierigkeiten oder pädagogischen Problemen eine individuelle Beratung seitens des Mittelstufenteams.

Im zweiten Halbjahr der Jahrgangsstufe 7 wählen die Schüler zwischen verschiedenen Fächern des Wahlpflichtunterrichts II. Zur Wahl stehen Französisch, Türkisch, Sozialwissenschaften und Naturwissenschaften. Die Schülerinnen und Schüler entscheiden durch ihre Wahl, welche Fächer aus dem Angebot schließlich in der Jahrgangsstufe 8 unterrichtet werden. Das Fach Naturwissenschaften wird im halbjährlichen Wechsel unterrichtet: je ein Halbjahr Chemie, Biologie, Physik, Informatik. Im Wahlpflichtunterricht werden zwei Klassenarbeiten pro Halbjahr geschrieben, die Leistungen sind voll versetzungswirksam und jedes Fach wird dreistündig unterrichtet. Im zweiten Halbjahr der Jahrgangsstufe nehmen alle Schülerinnen und Schüler an einem zentral gestellten, NRW-weiten Test (Lernstandserhebung) teil. Sie werden in der ersten Fremdsprache, Deutsch und Mathematik geprüft. Die Lernstandserhebung hat einen diagnostischen Charakter.

In der Jahrgangsstufe 9 führen alle Schülerinnen und Schüler in der Klasse 9 ein zweiwöchiges Betriebspraktikum durch. Dieses Praktikum soll ihnen einen ersten Einblick in die Berufs- und Arbeitswelt ermöglichen und Orientierung für die spätere Berufswahl bieten.

Am Ende dieses Schuljahres wird mit der Versetzung die Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe vergeben. Aufgrund dessen werden die Schülerinnen und Schüler im zweiten Halbjahr dieses Schuljahres durch mehrere Veranstaltungen über die Oberstufe und den weiteren Verlauf der Schullaufbahn informiert.

Wichtig ist, dass mit der Versetzung in die Einführungsphase die Schülerinnen und Schüler noch nicht den Sekundarabschluss I (Mittlerer Schulabschluss) erreicht haben, diesen erhalten sie erst mit der Versetzung in die Qualifikationsphase!
5.3 Die Oberstufe: Einführungsphase, Qualifikationsphase I und II
Unsere gymnasiale Oberstufe steht grundsätzlich allen Schülerinnen und Schülern offen, die noch nicht 19 Jahre alt sind und eine Qualifikation vorweisen können. In einem dreijährigen Bildungsgang führt sie zur Abiturprüfung und zur Zuerkennung der Allgemeinen Hochschulreife.

Zu Beginn der Jahrgangsstufe 10.1 (Einführungsphase) werden für den gymnasialen Bildungsgang bestimmte Fächer ausgewählt und bis zum Ende der Jahrgangsstufe 12.2 (Qualifikationsphase Q2.2) kontinuierlich belegt. Die Fächer werden in einem Kurssystem unterrichtet. Formen selbständigen Arbeitens und Lernens gewinnen dabei zunehmend an Bedeutung.

Die Bestimmungen über das Verhältnis von verbindlich zu belegenden Fächern und individuellen Schwerpunktfächern sind in der “Verordnung über den Bildungsgang und die Abiturprüfung in der gymnasialen Oberstufe (APO-GOSt)” festgelegt. Unsere zahlreichen Wahlmöglichkeiten enthalten auch Türkisch als neu einsetzende oder fortgeführte Fremdsprache.

In der Qualifikationsphase werden zusätzlich zu den Grundkursen einige Fächer auch als Leistungskurse angeboten. Diese sind im Folgenden hervorgehoben.

  • im Aufgabenfeld I (sprachlich-literarisch-künstlerisch):
    • Deutsch
    • Englisch, Französisch, Türkisch als fortgeführte Fremdsprachen
    • Türkisch als neu einsetzende Fremdsprache
    • Kunst, Literatur
  • im Aufgabenfeld II (gesellschaftswissenschaftlich):
    • Erdkunde, Erziehungswissenschaft, Sozialwissenschaften
    • Geschichte
  • im Aufgabenfeld III (mathematisch-naturwissenschaftlich-technisch):
    • Mathematik
    • Biologie, Chemie, Informatik
  • Philosophie wird als Ersatz für das Pflichtfach Religion unterrichtet
  • Sport

Über die Fächerwahl am Gymnasium Eringerfeld allgemein informiert die Laufbahnübersicht. Sie erfolgt über einen Wahlbogen.

  • für die Jahrgangsstufe 10 Fächerwahl für 10.1, 2013/14, (EPh)
  • für die Jahrgangsstufe 11 Fächerwahl für 11.1, 2013/14, (Q1)
  • für die Jahrgangsstufe 12 Fächerwahl für 12.1, 2013/14, (Q2)
6. Sprachförderung
Alle schulinternen Curricula der Fächer, die in der Sekundarstufe I am Gymnasium Eringerfeld unterrichtet werden, sind 2016 im Sinne der Sprachförderung als Aufgabe aller Fächer komplett überarbeitet worden.
Das Kollegium des Gymnasiums Eringerfeld hat zudem als fachübergreifenden Konsens folgende Punkte zur Umsetzung der bewussten Sprachförderung im schulischen Alltag zu den verschiedenen Kompetenzen Sprechen, Schreiben, Lesen, Sprache reflektieren beschlossen. Fachspezifische Aspekte zur Sprachförderung sind den schulinternen Curricula zu entnehmen.

Förderung der deutschen Sprache als Aufgabe aller Fächer am Gymnasium Eringerfeld
Sprechen
  • Miteinander sprechen, einander aufmerksam zuhören
  • Gesprächsformen
  • Sachbezogenes Sprechen
  • Situationsangemessenes Sprechen
  • Ausdrucksvolles Sprechen
  • Der Lehrer dient als Sprachvorbild (z.B. Füllwörter vermeiden, Sprachniveau, Klarheit,…)
  • Lehrkraft fordert Erklärungen/ Erläuterungen von Schülern stets in ganzen Sätzen ein  Vermeidung von „Ein-Wort-Äußerungen“ und allgemeinen Floskeln
  • Fragen der Schüler nicht zentral vom Lehrer beantworten lassen, erst die Schüler antworten lassen  Redeanteile der Schüler erhöhen/ Eigenständigkeit fördern
  • Fachvokabular erarbeiten / den Schülern an die Hand geben (mit Artikeln!)
  • Verbalisierung diskontinuierlicher Texte (Diagramme etc.)
  • Schülerreferate werden systematisch mit Hilfskarten/ Stichwortkarten/ Formulierungshilfen vorbereitet
  • „Scaffolding“  Formulierungsbausteine
  • die Debattenkultur fördern  Klare Gesprächsregeln und Rollenverteilung einfordern
Lesen
  • Umgang mit Fließtexten, Medien, Tabellen, Grafiken
  • Textver-stehen/Texter-schließung
  • Fachspezifik
  • Quellen
  • Lesemethoden
  • Textverknüpfungen
  • Lautes Vorlesen neuer Texte in der Klasse und Strategien zum „Text knacken“
  • Lesemethoden in allen Fächern einüben, z.B.: Schlüsselwörter markieren; Unterstreichungen; Gliederung in Abschnitte; Fragen an einen Text formulieren; 5-Schritt-Lesemethode etc.
  • Umgang mit diskontinuierlichen Texten einüben (z.B. Legenden in Karten lesen können)
  • Umwandlung eines kontinuierlichen Textes in einen diskontinuierlichen Text (Diagramm, Statistik, Flussdiagramm etc.) und umgekehrt
  • Bildbeschreibung systematisieren (Vordergrund, Mittelgrund, Hintergrund etc.)
  • Anlegen eines Glossars in jedem Fach: Fachbegriffe und Fremdwörter, die im Unterricht besprochen werden  kurze, aber regelmäßige „Vokabel-Tests“ zu Fachbegriffen (z.B. in Erdkunde, Sowi, Geschichte, Philosophie, in den Naturwissenschaften usw.)
  • Textvielfalt nutzen und deren Funktionen bewusst machen: Sachtext, Quellen, Zeitungsartikel, Satire, Glosse, Kommentar, Leserbrief etc.
Schreiben
  • Schreibmotorik / Schriftbild
  • /Gr/Sb
  • Schreiben als Prozess
  • Fachtexte / Textgestaltung
  • Kriterien-geleitet (Schreibanforderungen)
  • Das Tafelbild ist in leserlicher Schrift geschrieben und wird von den Schülern korrekt ins Heft übertragen (Lehrer als Vorbild!)  Heftführung der Schüler kontrollieren!
  • Anfertigen von Stunden-/Versuchsprotokollen als Fließtext
  • Fachvokabular aktiv nutzen
  • „Scaffolding“  Formulierungsbausteine für Analysen, Satzbausteine, Konjunktionen/ logische Konnektoren bewusst machen (daher, obwohl, wenn etc.)
  • Auf Paraphrasierung achten: eigene Worte verwenden lassen statt vom Ausgangstext nur abzuschreiben
  • Fragestellung zu Sachtexten, Analysen im Fließtext formulieren lassen
  • Fließtext vs. Stichpunkte  didaktische Entscheidung, wann was angemessen ist, Zeit- und Bearbeitungsumfang variieren (Möglichkeit der Binnendifferenzierung)
  • Kreative Schreibanlässe (Email, Brief, Interview gestalten, Geschichte fortsetzen etc.)
  • Tabellen und Karten schriftlich beschreiben lassen, angemessener Wortschatz
Sprache reflektieren
  • Sprache und Sprachgebrauch reflektieren
  • Sprachhandlungen
  • Fachbegriffe (entwickeln, sichern, sammeln, ordnen)
  • Lernbericht/ Lerntagebuch anfertigen/ Rechenwege ausformulieren
  • Starke Schüler als Lernhelfer/ Tutoren einsetzen
  • Sprachebenen/ Varietäten des Deutschen bewusst machen, z.B. Thematisierung „Mündlichkeit“ vs. „Schriftlichkeit“; angemessener Ausdruck: „Gossensprache“ vs. „Hochsprache“; Rollenspiele zu Bewerbungsgesprächen in Politik und Deutsch etc.
  • Feedbackkultur etablieren: sprachlich-inhaltliche Aspekte betonen
  • Grammatische Phänomene zunächst im Deutschen klären: Grammatische Grundbegriffe
  • Deutsch als Zweitsprache als Chance nutzen: Begriffe und Sachverhalte zuerst in der Muttersprache erklären lassen (kontrastierender Sprachvergleich)
  • Sprachvergleich (En-Tü-De-Fr) in Fremdsprachen anstreben/ Lehnwörter thematisieren
  • Korrektur sprachlicher Fehler in jedem Fach verpflichtend machen: Sek I und Sek II („Berichtigungen“ auch in Sek II-Klausuren Ge, Ek, Bio etc.)
  • "Bonbon"-Punkte: Wenn Lehrkraft sprachl. Fehler macht, erhalten die Schüler Punkte/ Belohnung  Aufmerksamkeit schärfen
7. Studien- und Berufsorientierung
„Jeder Mensch in Nordrhein-Westfalen, der ausgebildet werden will, wird ausgebildet“. Unter diesem Motto wurde das Programm des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales „Kein Abschluss ohne Anschluss“ zum Übergang von Schule zum Beruf in NRW in Zusammenarbeit mit den wichtigsten Verantwortlichen aus Wirtschaft, den Gewerkschaften, Verwaltungen und Kommunen ins Leben gerufen. Die Landesregierung hat sich damit zum Ziel gesetzt, ein landesweites, verbindliches Übergangssystem von Schule zum Beruf zu schaffen, um Jugendlichen zu helfen, eine klare Ausbildungsperspektive zu bieten und lange Warteschleifen zwischen Schule, Studium oder Beruf zu verhindern.

Die Umsetzung dieses landesweiten Programms erfolgt am Gymnasium Eringerfeld im Rahmen des regulären Schulunterrichts, im AG-Bereich, sowie in zusätzlichen Unterrichtsgängen. Wir bieten unseren Schülerinnen und Schülern Informationen zu den zentralen Handlungsfeldern Berufs- und Studienorientierung und zu Möglichkeiten im Rahmen des dualen Ausbildungssystems in enger Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit, den Universitäten in der Region, sowie kommunalen Betrieben vor Ort.

Die systematische Berufs- und Studienorientierung am Gymnasium Eringerfeld unterteilt sich in 4 Phasen:

  1. Phase: Potenzialanalyse in Jgst 8
    Eine erste Analyse über Interessen und Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler dient als Planungsgrundlage für den weiteren individuellen Lernprozess.
  2. Phase: Begegnung mit der Arbeitswelt ab Jgst.8 – Berufsfelderkundung
    Als Vorbereitung auf das schulische Betriebspraktikum sollen alle Schülerinnen und Schüler Kenntnisse über die regionale Berufs- und Arbeitswelt erhalten und ihre Erkenntnisse aus der Potenzialanalyse für eine erste praxisnahe berufliche Orientierung nutzen. Dies erfolgt im Rahmen des regulären Schulunterrichts und im AG-Bereich, in Sprechstunden der Berufsberatung vor Ort und in mehreren Berufsfelderkundungen (u.a. Girls‘-, Boys’Day), die vorrangig in Betrieben, d. h. an außerschulischen Lernorten, exemplarisch durchgeführt werden. Ihre Erfahrungen werden im Anschluss mit weiteren Personen (Mitschülern, Lehrkräften, Eltern, Berufsberatern sowie Wirtschaftsvertretern) reflektiert. Die Ergebnisse werden in einem Portfolioinstrument (Berufswahlpass) dokumentiert und sollen zu einer gezielten Auswahl des schulischen Betriebspraktikums führen.
  3. Phase: Praxis der Arbeitswelt kennen lernen und erproben – Praxisphasen ab Jgst. 9
    Ein schulisches Betriebspraktikum findet zwei- dreiwöchig in einem Betrieb statt. Hier sollen die SuS lernen, sich unmittelbar mit betrieblichen Arbeitsabläufen und -strukturen auseinanderzusetzen, sich einzubringen und mitzuarbeiten. Die Auswahl der Praktikumsstelle soll dabei in Bezug zu den bisherigen individuellen Erfahrungen und Erkenntnissen stehen und realistische Anschlussperspektiven ermöglichen, hier können beispielsweise bereits akademische Berufe von Interesse sein. Unsere Schule bietet hier in Zusammenarbeit mit der Berufsberatung ausführliche Beratungs- und Informationsveranstaltungen, die über Bildungs- und Ausbildungswege informieren. Ausdrücklich erwünscht ist eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern oder Erziehungsberechtigten der SuS.Darüber hinaus besteht die Möglichkeit für ausgewählte Schülerinnen und Schüler, sich vertiefend in einzelnen Berufsfeldern zu erproben etwa im Rahmen berufsorientierter Praxiskurse oder in Langzeitpraktika. Lernmotivation und Förderung der Ausbildungsreife, sowie verbesserte Chancen auf eine anschließende (duale) Ausbildung der betreffenden Schülerinnen und Schüler stehen dabei klar im Vordergrund gezielter, individueller Maßnahmen.
  4. Phase: Berufs- und Studienwahl konkretisieren, Übergänge gestalten ab Jgst.9/10
    In der gymansialen Oberstufe ermöglichen wir unseren Schülerinnen und Schülern Einblicke in die Anforderungen von Berufen oder Studiengängen in enger Kooperation mit Hochschulen und Betrieben der Region, der Arbeitsagentur und der Studienberatung. In dieser Phase kann ggf. ein weiteres Schülerbetriebs- bzw. duales Orientierungspraktikum stattfinden.Am Ende der Vorabgangsklasse soll jede Schülerin und jeder Schüler als Feedback und weiteres Planungsinstrument eine realistische Anschlussperspektive erarbeitet haben, die in einer Anschlussvereinbarung dokumentiert wird.

    Die Befähigung unserer Schülerinnen und Schüler in Bezug auf eine individuelle Entscheidungsfindung hinsichtlich der Berufs- und Studienwahl sehen wir daher als große pädagogische Herausforderung, die wir gemeinsam in Kooperation mit allen Fächern und Lehrkräften an unserer Schule erreichen wollen.
8. Ganztagskonzept
8.1 Ausgangslage: Rechtliche Voraussetzung
8.1.1 Die Stundentafel für den achtjährigen gymnasialen Bildungsgang (G8)
Nach der Ausbildungs- und Prüfungsordnung für die Sekundarstufe I ist mit der Verkürzung des gymnasialen Bildungsgangs auf acht Jahre eine Erhöhung der wöchentlichen Unterrichtsstunden verbunden. Die wöchentliche Gesamtstundenzahl in allen Jahrgangsstufen der Sekundarstufe I beträgt 163 Stunden, also dreizehn Wochenstunden mehr als die bisherigen 150 Wochenstunden.

Da maximal an fünf Wochentagen sechs Stunden täglich in den fünf Jahrgangsstufen vormittags unterrichtet werden können, entfallen rein rechnerisch mindestens dreizehn Stunden auf den Nachmittag. Die Verteilung dieser erhöhten Wochenstunden auf die Jahrgangsstufen und deren Tage mit mehr als sechs Stunden Unterricht erfordern längere Erholungspausen und die Möglichkeit, in Ruhe eine vollwertige Mahlzeit einzunehmen.

Daher hat sich das Gymnasium Eringerfeld bereits 2009 dazu entschlossen, ein pädagogisches Konzept zu entwickeln, das ein ganzheitliches Lernen und eine sinnvolle Rhythmisierung im Ganztag ermöglicht. Ab dem Schuljahr 2010/2011 wurde der gebundene Ganztag umgesetzt.
8.2 Warum gebundener Ganztag am Gymnasium Eringerfeld?
8.2.1 Internatssituation
Unserer Schule kommt als einer Schule, die hauptsächlich von Schülerinnen und Schülern besucht wird, die im Internat leben, eine besonders hohe Anzahl an Betreuungs- und Erziehungsaufgaben zu. In diesem Zusammenhang bietet der gebundene Ganztag ein hohes Maß an Verlässlichkeit der Betreuung.

8.2.2 Lernmöglichkeiten
Die Gestaltung der Schule als Ganztagsschule bietet erweiterte Lernmöglichkeiten im Sinne einer stärkeren Individualisierung von Lernprozessen sowie der Stärkung des sozialen Lernens. Da das durch die Schulzeitverkürzung am Gymnasium (G8) zu leistende Pensum nicht ausschließlich am Vormittag realisiert werden kann, stellen wir als Konsequenz verstärkt Übungs- und Fördermöglichkeiten in unserem Ganztag bereit.

Im gebundenen Ganztag werden die Veranstaltungen, die über Unterricht hinausgehen, weitgehend von den Lehrerinnen und Lehrern unserer Schule durchgeführt. Daraus ergeben sich für uns zahlreiche neue Möglichkeiten, unseren Schülerinnen und Schülern außerhalb von Unterricht zu begegnen und unsere Schule als Ort gemeinsamen Lebens und Arbeitens zu gestalten. Die gezielte Förderung können wir mit Schülern, die wir gut aus dem Unterricht kennen und deren Schwächen und Stärken wir daher beurteilen können, individuell vornehmen.

8.2.3 Lernatmosphäre
Das pädagogische Selbstverständnis des Gymnasiums Eringerfeld ist von dem Gedanken geprägt, dass erfolgreiches Lernen auf einer positiven Atmosphäre basiert. Voraussetzung dafür ist, dass die Schülerinnen und Schüler sich in der Schule wohl fühlen und sich mit ihr identifizieren können. Gerade im Ganztagsbereich gibt es zur Förderung einer positiven Lernatmosphäre vielfältige Umsetzungsmöglichkeiten. Dazu gehört es auch, sich als Lernender und Lehrender gegenseitig in anderen Zusammenhängen kennen zu lernen als im Kernunterricht, und zwar in Interesse geleiteten Arbeitsgemeinschaften sowie in Ergänzungsstunden und Lernzeiten, in denen die persönliche Zuwendung und Hilfestellung im Vordergrund stehen.
8.3 Die Umsetzung des gebundenen Ganztags am Gymnasium Eringerfeld
Ein zentrales Ziel des gebundenen Ganztags an unserer Schule ist es, ein sozial gerechtes System zu bieten. Wir wollen unseren Schülern faire Chancen auf bestmögliche Bildung eröffnen.

Dass wir in den Abschlussjahrgängen 2013-2015 jedes Mal zwischen 98% und 100% unserer Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund mit der Allgemeinen Hochschulreife entlassen konnten, zeigt bereits den Erfolg unserer pädagogischen Arbeit. Zukünftiges Ziel ist es einerseits, diese Zahl zu stabilisieren und andererseits Abgänge während der Schullaufbahn zu verringern sowie die Qualität der Abschlüsse zu verbessern.

Eines der Ziele des gebundenen Ganztags in der Familienpolitik unseres Landes lautet, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für die Eltern erleichtert werden soll. Unsere Schule eröffnet nicht nur diese Möglichkeit für die Familien der Tagesschüler, sondern durch unser angegliedertes Internat, in dem über 85% unserer Schüler leben, besteht zudem die Notwendigkeit, eine zuverlässige Betreuung bis zu der Zeit am Nachmittag zu gewährleisten, zu der die Mitarbeiter des Internats die Betreuung der Schülerinnen und Schüler übernehmen.

Mit unserer Gestaltung des Ganztags wollen wir Strukturen schaffen, die es uns ermöglichen, die Leitziele ganzheitlicher Erziehung und Bildung weiter verfolgen und konkretisieren zu können.
8.4 Die räumliche Ausstattung
Unsere Schule ist durch umfangreiche bauliche Erweiterungsmaßnahmen so ausgestattet worden, dass die Voraussetzungen für die Entwicklung eines attraktiven Ganztagsangebots auf allen Ebenen schulischen Lebens und Arbeitens gegeben sind. Im Einzelnen bedeutet das:

  • eine Mensa mit über 400 Sitzplätzen
  • ein moderner Verwaltungstrakt
  • Lehrerarbeitsplätze
  • ein neu eingerichteter Besprechungsraum
  • ein Außenbereich mit einem eigenen Schülerteich und einer Fläche für unsere Bienenvölker
  • eine Schülerbibliothek.
  • Für die nahe Zukunft erfolgt gerade die Planung einer hellen und modernen Schülermediothek und Bibliothek mit Schülerarbeitsplätzen und Rückzugsmöglichkeiten für Schülerinnen und Schüler.
  • Für die Zukunft ist eine Neugestaltung von Spielflächen mit Bewegungsanreizen auf dem Pausenhof geplant.
  • Ausgestaltung des Musikraums und Einrichtung von Probe-/Übungsräumen für die Bläsergruppe: Für die Instrumentalunterrichte müssen getrennte Räume vorhanden sein, für die Orchesterproben sollte auf lange Frist eine bauliche Lösung gefunden werden, die sowohl ausreichend Platz bietet als auch über geeignete akustische Vorkehrungen verfügt, da bei den gemeinsamen Proben auch lärmschutzrechtliche Vorgaben am Arbeitsplatz erfüllt sein müssen. Ideal wäre ein großer Musiksaal mit variabler Bestuhlung, moderner medialer und instrumentaler Ausstattung und akustischer Dämmung an Boden, Decke, Wänden, Fenstern und Türen. Für Konzerte kann die Schulaula genutzt werden, die mit einer angemessenen, zeitgemäßen Bühnentechnik ausgestattet sein sollte. Für Auftritte bei Schulfesten wäre eine kleine Bühne, bestehend aus mehreren transportablen Bühnenelementen vorteilhaft. Für das tägliche Üben im Internat sollten den Schülern mehrere Überäume zur Verfügung gestellt werden. Sie sollten klein sein, über reichlich Tageslicht und eine akustische Dämmung verfügen. Bei dieser Gelegenheit sollte gleich berücksichtigt werden, den Schülern auch einen Ensembleraum mit Band-Instrumentarium (Keyboard, E-Gitarre, E-Bass, Schlagzeug, Verstärker, Gesangsanlage) herzurichten, um für eine spätere Schulband einen Überaum anbieten zu können.
8.5 Leitideen
Unser Ganztagskonzept basiert auf folgenden Leitideen:
Wir bieten unseren Schülerinnen und Schülern eine besonders hohe Chancengleichheit durch die verlängerte Zeit zur Erarbeitung von Unterrichtsinhalten, zur Einübung von Kompetenzen, zur Auseinandersetzung mit Sachen und Menschen. Mit der verkürzten Schulzeit durch G8 besteht die Gefahr, dem erhöhten Stoffdruck durch eine Verkürzung des Unterrichts auf vordergründig straffe, rezeptive Verfahren zu begegnen. Wir übernehmen die schulische Verantwortung für die Bewältigung der erhöhten Lernanforderungen anstatt diese ausschließlich dem häuslichen bzw. dem Internats-Umfeld der Schülerinnen und Schülern (Hausaufgaben, externe Nachhilfe etc.) zu überlassen.

Wir bieten eine Reduzierung sozialer Ungleichheit durch eine Verbesserung der Bildungsbeteiligung, vor allem für Schülerinnen und Schüler, deren Eltern die Hilfe bei Aufgaben nicht leisten können.

Wir bieten unseren Schülerinnen und Schülern Differenzierung und individuelle Förderunginnerhalb und außerhalb des Fachunterrichts, um z.B. sprachliche Nachteile auszugleichen.Wir bieten unseren Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit Interessen zu erkunden und aktiv zu pflegen.
8.6 Ziele unseres Ganztags
Entsprechend des Grundlagenerlasses (12-63, Nr. 2) ist es das Ziel unseres gebundenen Ganztagsangebots, dass es sich an dem jeweiligen Bedarf der Kinder und Jugendlichen sowie der Eltern bzw. unseres Internats orientiert. Dabei soll die individuelle ganzheitliche Bildung der Kinder und Jugendlichen, die Entwicklung ihrer Persönlichkeit, der Selbst- und Sozialkompetenzen, ihrer Fähigkeiten, Talente, Fertigkeiten und ihr Wissenserwerb systematisch aufgebaut werden. Dies stellen wir durch eine flexible und bedarfsgerechte Mischung von verpflichtenden und freiwilligen Angeboten sicher. Die Teilnehmerzahl an den einzelnen Angeboten richtet sich nach dem Inhalt der Angebote und den individuellen Bedarfen der Schülerinnen und Schüler und kann in den einzelnen Halbjahren und Schuljahren variieren.

Im Einzelnen verfolgen wir dabei die folgenden Ziele:

  1. Berücksichtigung der besonderen sozialen Problemlage

    Unsere Schülerinnen und Schüler entstammen zu ca. 90% Familien mit einem Migrationshintergrund, und zwar vorwiegend einem türkischen Hintergrund. Auch die Mitarbeiter des Internats, welches unserer Schule angegliedert ist, sind durch diesen Hintergrund geprägt. Hieraus ergibt sich die Notwendigkeit, kulturelle Unterschiede besonders zu thematisieren und Offenheit für verschiedene Lebensformen immer neu zu fördern.

    Eines der Angebote, die wir innerhalb des Ganztags zu diesem Thema anbieten, ist das „Soziale Lernen“, das durch unseren Sozialpädagogen Herrn Yüksel geleitet wird und im Folgenden unter Punkt f näher erläutert wird.

    Desweiteren eröffnen sich folgende weitere Themen:

    • Die Förderung des Sozialverhaltens, dessen Entwicklung zusätzlich zum Internat durch die Schule unterstützt wird. Diese Förderung geschieht dabei sowohl im Unterricht durch die Wahl von Unterrichtsmethoden und Sozialformen als auch außerhalb des Regelunterrichts durch Gespräche mit Lehrerinnen und Lehrern oder dem schuleigenen Sozialpädagogen. Die Orientierungsstunden und gemeinsame Ausflüge dienen der Förderung der Klassen- bzw. Kursgemeinschaft.
    • Die Förderung der Eigenständigkeit und Selbstorganisation, da das Elternhaus nur an den Heimfahrtwochenenden und während der Schulferien direkten Einfluss auf die Kinder nehmen kann.
    • Die Förderung der Berufsorientierung und Zukunftsplanung, da auch hier das Elternhaus durch die Internatssituation einen zumindest zeitlich eingeschränkten Einfluss hat.
    • Die Förderung der Sprachfähigkeit mit besonderer Berücksichtigung des zumeist zweisprachigen Hintergrunds der Schülerinnen und Schüler.
  2. Verlässliches Zeitraster

    Der Zeitrahmen unseres Ganztagsbetriebs erstreckt sich unter Einschluss der allgemeinen Unterrichtszeit in der Regel auf vier Unterrichtstage, nämlich montags bis donnerstags von 08:05 bis 15:45 Uhr. Die Teilnahme aller Schülerinnen und Schüler ist in diesem Zeitrahmen verpflichtend.

    Wir führen über den für alle Schülerinnen und Schüler verpflichtenden Zeitrahmen hinaus weitere außerunterrichtliche Angebote durch, zum Beispiel nach 15:45 Uhr Zeiten, in denen in den naturwissenschaftlichen Fächern (Schwerpunkte Biologie, Chemie, Informatik) die Schüler an „Jugend forscht“, an Robotik und an anderen naturwissenschaftlich orientierten Wettbewerben teilnehmen können. Die Teilnahme der Schülerinnen und Schüler an diesen Angeboten ist freiwillig.

    Die Rhythmisierung von Unterrichts- und Pausenzeiten erfolgt unterschiedlich für die Erprobungsstufe und Mittelstufe, und zwar nach folgendem Stundenraster:

    Frühstückszeit: 07:15 Uhr bis 07:55 Uhr

    Beginn und Ende des Unterrichts Klasse 7 bis 9:

    Stunde Uhrzeit von – bis
    1. 08:05 – 08:50
    2. 08:55 – 09:40
    3. 09:45 – 10:30
    Pause 10:30 – 11:00
    4. 11:00 – 11:45
    5. 11:50 – 12:35
    6. 12:40 – 13:25
    Mittagspause 13:25 – 14:10
    7. 14:10 – 14:55
    8. 15:00 – 15:45


    Beginn und Ende des Unterrichts Klasse 5 und 6:

    Stunde Uhrzeit von – bis
    1. 08:05 – 8:50
    2. 08:55 – 09:40
    3. 09:45 – 10:30
    Pause 10:30 – 11:00
    4. 11:00 – 11:45
    5. 11:50 – 12:35
    Mittagspause 12:40 – 13:25
    6. 13:25 – 14:10
    7. 14:10 – 14:55
    8. 15:00 – 15:45


    Die Mittagspause wird zeitlich dadurch entzerrt, dass die Erprobungsstufe bereits um 12:35 Uhr essen kann und die älteren Schüler ihr Mittagessen ab 13:25 Uhr einnehmen. Dadurch wird die Pausenzeit entspannter. Durch die zeitliche Entzerrung entstehen zwischen Essen und Unterricht Freiräume, die die Schüler zur Erholung nutzen können.

    Ein Doppelstunden-Rhythmus wird angestrebt, lässt sich aber aktuell organisatorisch noch nicht zu 100% durchführen.
  3. Sinnvoll rhythmisierte Verteilung von Lernzeiten

    Die Hausaufgaben werden in offenen und gebundenen Ganztagsschulen in das Gesamtkonzept des Ganztags integriert (RdErl. d. MSW v. 05.05.2015 – BASS 12-63 Nr. 3, s. dort Nr. 4.2). An die Stelle der traditionellen Hausaufgaben treten deshalb Übungsaufgaben, die entweder durch Integrierung in den Fachunterricht oder in den Lernzeiten erledigt werden können und sollen. Sinnvoll ist es dabei vor allem in den Lernzeiten, wenn die Aufgaben eine Möglichkeit zur Selbstkontrolle enthalten.

    Allerdings setzen wir voraus, dass sich häusliches Lernen nicht ganz vermeiden lässt, wie etwa Vokabellernen, häusliche Lektüren und Recherchen, die Vorbereitung von Referaten und die individuelle Vorbereitung auf Tests und Klassenarbeiten. Daher sind in unserem Internat zusätzlich feste Lernzeiten etabliert.

    Schulische Lernzeiten finden einerseits in Form von Ergänzungsstunden am Vormittag statt. Diese bieten die Möglichkeit der äußeren Differenzierung, da zwei Lehrkräfte parallel in den jeweiligen a und b Klassen unterrichten und die Lerngruppen nach Förder- und Forderbedarf zusammensetzen können.

    Andererseits erfolgen am Nachmittag die 90-minütigen Lernzeiten für alle Jahrgänge der Sekundarstufe I, in denen Übungen erledigt werden können. Die derzeitigen Lernzeiten reichen allerdings nicht vollständig aus, um die Elternhäuser bzw. unser Internat vollständig von der mit der Erledigung von Übungen verbundenen Verpflichtungen zu befreien (insbesondere Vokabellernen, Vorbereitung auf Klassenarbeiten, umfangreichere Lektüren etc.). Daher finden auch im Internat Lernzeiten statt, die von den Internatsbetreuer/innen begleitet werden.

  4. Öffnung der Schule und Förderung der Interessen der Schülerinnen und Schüler

    Förderung im musischen Bereich (Bläsergruppe)
    Die Möglichkeit der Teilnahme an der Bläsergruppe besteht seit dem Schuljahr 2013-14 und richtet sich aktuell an Schülerinnen und Schüler der Klassen 5, 6 und 7. In den nächsten Schuljahren wird sich die Bläsergruppe dann weiter bis mindestens zum Ende der Sekundarstufe I erstrecken. Der Musikunterricht an unserer Schule hat in den Klassen den Umfang von regulär zwei Stunden in den Klassen 5 und 6. Für die Bläsergruppe wird er um zwei Wochenstunden im Ganztag aufgestockt. Die zusätzlichen Stunden finden im gebundenen Ganztag statt, so dass die Schüler ohne weitere zeitliche Belastung ihr musisches Talent entdecken können und darin gefördert werden. Das Erlernen eines Musikinstruments macht Freude, ist lebendiger Unterricht und ein wichtiger Ausgleich zum Schulalltag. Zudem ist wissenschaftlich erwiesen, dass Schüler dadurch auch in anderen Bereichen gefördert werden. Positiv wirkt besonders die Stärkung des Gemeinschaftsgefühls durch gemeinsame Proben und Auftritte. Zudem erfordert die Orchesterarbeit Orchesterdisziplin, also Rücksicht, Toleranz und Teamfähigkeit. Es kommt zu einer Steigerung der Konzentrationsfähigkeit und des Selbstbewusstseins. Durch das Verfolgen eines gemeinsamen Ziels verbessern sich die Lernbereitschaft und das Sozialverhalten. Es gilt das Motto „Wer selbst Musik macht, kann besser zuhören“ und so ergibt sich insgesamt eine Vielzahl an Vorteilen auch für andere Fächer.

    Während der Instrumentalunterrichte gehen die Schülerinnen und Schüler in ihre Gruppenunterrichte bei den einzelnen Instrumentallehrern, wo sie ihre Stimmen (Noten) für das Klassenorchester proben und das Spielen ihrer Instrumente mit Hilfe begleitender Übungen erlernen. Die Schüler erlernen ein Musikinstrument eines typischen sinfonischen Blasorchesters (z. B. Flöte, Klarinette, Saxofon, Trompete, Posaune, Schlagzeug) und erhalten regelmäßigen Instrumentalunterricht (45 Minuten pro Woche) von erfahrenen und professionellen Instrumentallehrern in Kleingruppen zu maximal 8 Schülern. Zusätzlich wird gemeinsam in einem Orchester musiziert. So können bereits nach einem halben Jahr erste kleine Erfolge präsentiert werden. Als Kooperationspartner steht die Conrad-Hansen-Musikschule der Stadt Lippstadt an unserer Seite. Das langfristige Ziel ist die Bildung eines Schulorchesters.


  5. Förderkonzepte und -angebote für Schülerinnen und Schüler

    Für die Förderung und Forderung der Schüler im Fach Mathematik bieten wir sowohl die Lernzeit Mathematik als auch die Ergänzungsstunden, in welchen jeweils individuell die Schwächen der Schüler abgebaut werden. Zusätzlich gibt es Möglichkeiten der Forderung für leistungsstarke Schüler. Diese finden ebenfalls in der Lernzeit statt bzw. in bestimmten Arbeitsgemeinschaften (z.B. Knobel-Mathematik).

    In den Sprachen sind im Fach Englisch jeweils 1 Wochenstunde für das Cambridge Certificate in Jahrgang 5-7 (aufbauend, Stand 2015/16) verankert. Das Fach Französisch bietet außerunterrichtlich die Vorbereitung und Durchführung von DELF an. Im Ganztagsangebot des Gymnasiums Eringerfeld gibt es seit dem Schuljahr 2015/2016 ausgewiesene Sprachförderwerkstatt-Stunden, und zwar je eine Stunde in den Jahrgängen 6 und 9. Diese Stunden dienen der umfassenden Sprachförderung, d.h. Wortschatzerweiterung, Grammatik, Rechtschreibung, Zeichensetzung, Ausdruck und Verbesserung der Darstellungsleistung insgesamt. Dies gilt vor allem für die deutsche Sprache, soll aber auch Unterstützung im Fach Englisch und Französisch umfassen.

    Folgende Aspekte werden in die „Sprachförderwerkstatt“ Stunden integriert:

    • Wortschatzarbeit (Deutsch) durch Texte, Erarbeitung von Wortfamilien und –feldern
    • Wortschatzerweiterung und Anwendung von Fachsprache im Zusammenhang mit bestimmtem Unterricht (in Absprache mit den Fachlehrern)
    • Wortschatzarbeit (Englisch) durch Vokabeltraining, – spiele, Anwendung von Vokabeln in lebensnahen Zusammenhängen (z.B. Konversation über bestimmte Themen)
    • Wortschatzarbeit Französisch in den Klassen, in denen die Schüler Französisch gewählt haben.
    • Bewusstmachen von grammatischen Strukturen (Wortarten Satzglieder, Tempora, Satzbau,…) in den Sprachen Deutsch, Englisch und u.U. Französisch
    • Rechtschreibtraining, Strategien zur Rechtschreibung erlernen
    • Zeichensetzung
    • Übungsformen um den schriftlichen und mündlichen Ausdruck zu verbessern (z.B. Diskussionen, Schreibkonferenzen, …) in Deutsch und Englisch (evt. Französisch)
    • Hörverstehen trainieren
    • Mediationsübungen (Sprachmittlung) Englisch/Deutsch
    • Lesestrategien
    • Übungen zum aktiven Zuhören
  6. Zusätzliche Zugänge zum Lernen und Arbeitsgemeinschaften

    In unserem Ganztagsangebot gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten von Arbeitsgemeinschaften, die nicht nur die Interessen der Schülerinnen und Schüler fördern und die nach persönlichen Neigungen gewählt werden können, sondern die auch in engem Zusammenhang zum Lernen stehen.

    Beispiele aus dem Schuljahr 2015/16:

    Arbeitsgemeinschaft Fachzusammenhang
    Schulimkerei Biologie
    Terraristik Biologie
    Robotik Informatik
    Programmieren Informatik
    Schülerzeitung Deutsch
    Social Media Deutsch, Politik (Medienerziehung)
    Kunst und Handarbeit Kunst
    Veranstaltungen
    Schach
    Umwelt und Fair Trade Erdkunde und Politik
    Folklore
    Basketball Sport
    Fußball Sport
  7. Sozialpädagogische Angebote

    Soziales Lernen
    In den Stunden „Soziales Lernen“ werden die Schüler in grundlegenden Themen gefördert und unterstützt. Dabei geht es vor allem um zwischenmenschliche Beziehung zwischen Klassenkameraden, um die Rolle des Schülers und des Lehrers, um Vertrauen, um Hilfsbereitschaft, um Konfliktlösungsstrategien, um das Erkennen von Mobbingverhalten und darauf hin zu wirken, dass die Schülerinnen und Schüler Verantwortung in der Schulgemeinschaft übernehmen. Des Weiteren geht es darum, Geduld, Akzeptanz und andere wichtige Aspekte des Sozialverhaltens zu stärken.

    Im größeren Rahmen werden auch zusätzlich Themen erarbeitet, die dem „Lernen lernen“ zuzuordnen sind, wie z.B. die gezielte Vorbereitung auf die Klassenarbeiten, das Üben von Vokabeln in den Fremdsprachen, die Wichtigkeit der Vorbereitung und Nacharbeiten für die Unterrichtsfächer, das richtige Zuhören im Unterricht, allgemeine Lernmethoden und -strategien, Ferienplanung usw.

    Zum Einüben des Erlernten werden Denk-, Rate- oder Konzentrationsspiele durchgeführt, wobei die Regeln zur Kommunikation und die Klassenraumregeln angewandt und eingeübt werden.

    Manchmal haben die Schüler Fragen, Anliegen, Proteste, Einwände, die die Schule oder das Internat, die Lehrer oder die Betreuer betreffen. Daher nutzt Herr Yüksel das „Soziale Lernen“ auch für Diskussionen, das Erzeugen gegenseitigen Verstehens und den Perspektivwechsel in verschiedene Rollen.

    Die Zeit dient auch dazu, die Schüler besser kennenzulernen und ein Vertrauensverhältnis zu ihnen aufzubauen, so dass Herr Yüksel als Sozialpädagoge die Schülerinnen und Schülern auch in der weiteren Schullaufbahn beraten kann.

    Orientierungsstunde mit der Klassenlehrerin / dem Klassenlehrer
    Für jede Klasse in der Sekundarstufe I steht eine Wochenstunde gemeinsam mit der/dem Klassenlehrer/in zu Verfügung. In diesem Rahmen können klassenorganisatorische Dinge erledigt werden, aber vor allem gibt es auch die Möglichkeit zur Ausbildung eines positiven sozialen Miteinanders, zur Lösung von Konflikten, zur Besprechung altersgemäßer Themen oder aktueller Fragestellungen der Klassengemeinschaft. Des Weiteren hat der Klassenlehrer einen festen Zeitpunkt in der Woche, sich einen Überblick darüber zu verschaffen, ob die Schüler ihre Übungen erledigen und sich auf Klassenarbeiten vorbereiten konnten und ob sie Vokabeln gelernt haben.
    Unser Ganztag umfasst auch Angebote, die auf sozialpädagogische Aspekte ausgerichtet sind und in Form von Arbeitsgemeinschaften zweistündig stattfinden:

    Jungen-Förderung
    Da das Kollegium besonderen Bedarf in der Förderung des Sozialverhaltens der Jungen in der Pubertät festgestellt hat, bietet ein Lehrer eine Arbeitsgemeinschaft „Jungen“ an. In diesem Rahmen werden Themen angesprochen, die die Jungen besonders beschäftigen, es wird Rollenverhalten reflektiert und Regeln durch Rollenspiele oder sportliche Aktivitäten eingeübt und deren Sinnhaftigkeit überdacht.

    „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“
    Seit Oktober 2014 ist das Gymnasium Eringerfeld Courage Schule im Netzwerk der „Schulen ohne Rassismus – Schulen mit Courage“ mit dem Paten Dr. Remco van der Velden, Bürgermeister der Stadt Geseke. In diesem Rahmen engagieren sich unsere Schüler/innen und Lehrer/innen für eine demokratische Schulkultur, gegen Rassismus und in Genderfragen.
  8. Unterrichtsvertiefung
    Anregungen und Unterstützung beim Lösen von Aufgaben aus dem Unterricht und Eröffnung von Möglichkeiten zur Vertiefung und Erprobung des Gelernten sowie zur Entwicklung der Fähigkeit zum selbstständigen Lernen und Gestalten bieten folgende Ganztagsangebote, die zweistündig pro Woche stattfinden, aber auch in der Freizeit der Schüler weitergeführt werden:

    • Die Schülerzeitung
    Vorbereitung und Teilnahme an Wettbewerben:
    • die Arbeitsgemeinschaft zu „Jugend forscht“ in Zusammenarbeit mit dem Schülerforschungszentrum in Paderborn
    • die Arbeitsgemeinschaft, die die Teilnahme an Wettbewerben im Fach Biologie begleitet
    • die Arbeitsgemeinschaft, die die Teilnahme an Wettbewerben im Fach Chemie begleitet
  9. Unterstützungsangebote für Eltern
    Unterstützungsangebote durch unseren Sozialpädagogen

    Die Elternberatung durch unseren Sozialpädagogen Herrn Yüksel findet auf zwei Ebenen statt. Auf der einen Seite erteilt Herr Yüksel Elternseminare zu Erziehungsfragen und zum anderen terminiert er individuelle Beratungsgespräche.

    In den Seminaren geht es um bestimmte Themen bzw. Schwerpunkte, wie

    • Pubertät des Kindes und Umgangstipps für die Eltern
    • Medienverhalten
    • Konfliktlösung zwischen Eltern und Kindern
    • Belohnen oder Bestrafen? Möglichkeiten der Verstärkung
    • Wie können die Eltern ihre Kinder unterstützen? Der Einfluss der Eltern auf die Schulleistung ihrer Kinder

    Die terminierten Elterngespräche sind spezielle Beratungsgespräche, die individuell mit den Eltern in der Schule stattfinden.

    Dabei werden Problemsituationen besprochen, aufgearbeitet, Tipps gegeben und Lösungsvorschläge erarbeitet. Auch spezielle Problempunkte werden mit den Eltern besprochen, wie z.B. Verhaltensauffälligkeiten, gegenseitiger Respekt in der Eltern-Kind-Beziehung, Motivationsprobleme, Verantwortungsbewusstsein u.v.m., also alles was zu Erziehung und zu unserem Anliegen als Schule und zum Anliegen der Eltern gehört.

    Schüler – Eltern – Lehrer- Beratungstag
    Pro Halbjahr gibt es am Gymnasium Eringerfeld einen Elternsprechtag, an dem klassisch alle Lehrerinnen und Lehrer allen Eltern zu Gesprächen zur Verfügung stehen. Zusätzlich gibt es einen Schüler-Eltern-Lehrer-Beratungstag pro Halbjahr, der eine besonders intensive individuelle Beratung gewährleistet, an der die Eltern und die/der Schüler/in teilnehmen sowie diejenigen Fachlehrer/innen, die Beratungsbedarf sehen. Wenn möglich, nehmen auch Betreuer/innen aus dem Internat an dem Gespräch teil. Am Beratungstag werden die mögliche Gefährdung der Versetzung und/oder eine notwendige Förderung im Sozialverhalten thematisiert. Es findet ein Beratungsgespräch statt, in welchem die Ausgangslage aus verschiedenen Perspektiven betrachtet wird, eine Zielvereinbarung getroffen wird und die Handlungsschritte und Möglichkeiten der individuellen Förderung festgehalten werden.
  10. Studien- und Berufsorientierung

    Das Gymnasium Eringerfeld bietet eine Vielzahl an Modulen der Studien- und Berufsorientierung an. Ab dem Schuljahr 2016/17 nehmen wir auch am Vorhaben des Landes NRW „Kein Abschluss ohne Anschluss“ teil. Auch in unserem Ganztag ist die Studien-und Berufsorientierung ein fester Bestandteil der Förderung unserer Schülerschaft. In der zweistündigen „Berufserkundung“ können Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I Berufsbilder kennen lernen, Kontakte zu lokalen Wirtschaftsunternehmen aufnehmen und pflegen, Exkursionen unternehmen, außerschulische Partner einladen und viele andere Themen rund um die Studien- und Berufswahl erarbeiten. Im Berufsorientierungsbüro (BOB) gibt es ab August 2016 drei feste Stunden Präsenzzeit, in der sich die Schülerinnen und Schüler durch unsere Berufswahlkoordinatoren beraten und sich bei der Recherche zu Berufsorientierungsthemen helfen lassen können. Eine Vorbereitung auf das Betriebspraktikum in Klasse 9 findet sowohl im Unterricht als auch in der „Berufserkundung“ und bei der Beratung im BOB statt.
8.7 Unsere Stundentafel für den gebundenen Ganztag
Jg 5Jg 6Jg 7Jg 8Jg 9Sek I gesamt
Deutsch4444319
Geschichte2 2 26
Erdkunde2 2 26
Politik 2 226
Mathematik4444319
Biologie2222210
Chemie  2226
Physik 2  24
Englisch4434418
Französisch / Türkisch 443314
Kunst222 28
Musik22 2 6
Prakt. Philos.2222210
Sport4333215
WP II   224
ErgänzungsstundenJg 5Jg 6Jg 7Jg 8Jg 9Sek I gesamt
Deutsch11114
Englisch1113
Mathematik11114
Wochenstunden3132323334162
Jg 5Jg 6Jg 7Jg 8Jg 9Sek I gesamt
Orientierungsstund1111
Lernzeiten und AGs42442
Soziales Lernen11
Sprachförderwerkstatt11
Cambridge Certificate111
Wochenstunden3838383838190
8.8 Beispielstundenpläne
Klasse 5a, 1. Halbjahr 2015/16

StundeZeitMontagDienstagMittwochDonnerstagFreitag
1.08.05 - 8.50EnglischKunstEnglischGeschichtePrakt. Philosophie
2.08.55 - 09.40MathematikKunstEnglischMusikCambridge Engl.
3.09.45 - 10.30MathematikEnglischErdkundeMusikGeschichte
Pause10.30 - 11.00
4.11.00 - 11.45DeutschEngl. ErgänzungOrientierungsstdPrakt. PhilosophieMathematik
5.11.50 - 12.35DeutschErdkundeDeutschDeutsch
Ergänzung
Mathematik
Mittagspause12.40 - 13.25
6.13.25 - 14.10Soziales LernenSp/SchwimmenDeutschMathe
Ergänzung
7.14.10 - 14.55Lernzeit / AGSp/SchwimmenBiologieLernzeit / AG
8.15:00 – 15:45Lernzeit / AGSp/SchwimmenBiologieLernzeit / AG


Klasse 8a, 1. Halbjahr 2015/16

StundeZeitMontagDienstagMittwochDonnerstagFreitag
1.08.05 - 8.50FranzösischMusikWP IIChemieFranzösisch
2.08.55 - 09.40FranzösischMatheWP IIChemieDeutsch
3.09.45 - 10.30EnglischMathePrakt. Philos.EnglischDeutsch
Pause10.30 - 11.00
4.11.00 - 11.45Englisch Ergänz.PolitikMusikMathematikPrakt. Philos.
5.11.50 - 12.35OrientierungsstdPolitikEnglischMathematikBiologie
6.12:40 – 13:25DeutschSportEnglischDeutschBiologie
Mittagspause13.25 - 14.10
7.14.10 - 14.55Lernzeit / AGMathe Ergänz.SportLernzeit / AG
8.15:00 – 15:45Lernzeit / AGDeutsch Ergänz.SportLernzeit / AG
8.9 Ausblick und Fortschreibung des Ganztagskonzepts
Als Ganztagsschule entwickeln wir gemeinsam mit unserem Schulträger, dem Kollegium und unseren Kooperationspartnern ein Ganztagskonzept, das regelmäßig fortgeschrieben wird. Dieses Konzept orientiert sich an den oben beschriebenen Merkmalen und ist Teil des Schulprogramms. Über das Konzept hat die Schulkonferenz entschieden. Die Schulleiterin oder der Schulleiter sorgt für einen regelmäßigen und fachgerechten Austausch zwischen den Lehrkräften und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den außerunterrichtlichen Angeboten.

In der nahen Zukunft haben wir vor allem folgende Themen im Fokus, an denen wir im Rahmen des gebundenen Ganztags weiterarbeiten wollen:

  • den Ausbau der Schülerpartizipation
  • unser Raumkonzept
  • eine Mittagspausengestaltung, die mehr Möglichkeiten der Erholung und positiven Aktivität bietet
  • die Förderung einer gesunden Ernährung

In der Zukunft soll eine Schülermediothek entstehen, in der die Schülerinnen und Schüler lesen und selbständig arbeiten können, im Internet recherchieren und Referate, Facharbeiten u.a. vorbereiten können.
8.10 Schulsanitätsdienst – Helfen macht FreuNd
Interessierte und engagierte Schülerinnen und Schüler werden am Ende der 8. Klasse in Erste Hilfe ausgebildet (EH-Ausbildung).

Sie lernen und machen sich zur Aufgabe:

  • was in Notfällen zu tun ist
  • wie sie Gefahren erkennen, bevor etwas passiert
  • durch Rollenspiele trainieren sie den Umgang mit Verletzten und
  • sehr wichtig ist die Betreuung der Verletzten
Ab der 9. Klasse werden die ausgebildeten Schülerinnen und Schüler als Schulsanitäterinnen und –sanitäter (SSD’ler) in unserer Schule eingesetzt. Die SSD’ler sorgen im Schulalltag, bei Schul- und Sportfesten und Ausflügen für Sicherheit und helfen ihren Mitschülern bei Notfällen.

Schulsanitätsdienst (SSD) geht weit über Erste Hilfe hinaus:

  • Die SSD’ler übernehmen Verantwortung für ihre Mitschülerinnen und Mitschüler.
  • Sie sind bei Unfällen in der Schule als erste zur Stelle, leisten Erste Hilfe und informieren wenn nötig den Rettungsdienst. (In Absprache mit einer Lehrerin, ein Lehrer oder dem Sekretariat.)
Durch diese wichtigen Aufgaben, die Wissen und Empathie, aber auch Selbstbewusstsein und Teamarbeit erfordern, werden die SSD’ler in diesen Aspekten gefördert, gestärkt und trainiert.

Beim SSD steht das Miteinander an erster Stelle. Jeder lernt von jedem. Hilfeleistung und Toleranz stehen im Vordergrund. Die SSD’ler übernehmen gemeinsam mit einem Kooperationslehrer selbst die Planung ihrer Treffen, kümmern sich um ihre Einsätze, die SSD-Materialien, den SSD-Raum, versuchen schon im Vorfeld, Unfallsituationen zu vermeiden und nehmen regelmäßig an unterschiedlichen Erste Hilfe Wettbewerben teil.
8.11 Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage
Unsere Arbeit basiert auf der Achtung der Menschenwürde, Toleranz, Offenheit sowie der Förderung von Zivilcourage und sozialer Kompetenz.

„Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ist ein Schülerprojekt und verpflichtet sich bei jeder Art von Diskriminierung, insbesondere Rassismus mit Zivilcourage einzugreifen.

Mit diesem Selbstverständnis hat den Anstoß SchülerInnen des Pädagogikkurses der Einführungsphase im Rahmen der interkulturellen Erziehung eine Schüler-Initiative gestartet. Aus dem einstigen kleinen Kreis von Begeisterten wurde schnell eine große Initiative. In verschiedenen Gruppen haben sich SchülerInnen zusammengesetzt und verschiedene Projekte gegen Rassismus geplant und diese über ein Jahr hinweg umgesetzt. Gegen Ende des Schuljahres wurden die einzelnen Projekte in den letzten Wochen vor den Sommerferien 2013 SchülerInnen und Eltern des Gymnasiums Eringerfeld vorgestellt. Im Folgenden werden nur einige dieser von Schülern initiierten Projekte benannt:

  1. Für den Eingangsbereich im Treppenhaus wurde auf eine 2x2m Holzplatte mit einer Hand in der Mitte angefertigt, mit der Inschrift „Stopp Rassismus“, in Schwarz, Rot und Gold Farben. Rund um die Hand sind Unterschriften der SchülerInnen des Eringerfelder Gymnasiums enthalten.
  2. Im Eingangshallenbereich befindet sich Schwarz-Weiß Mahnpuppe gegen die Ideologie des Rassismus.
  3. Die Schule wird von Zeit zu Zeit mit Sprüchen von SchülerInnen für eine Schule mit Courage und gegen gruppenbezogene Diskriminierungen (Antisemitismus, Antiislam, usw.) plakatiert.
  4. Einmal im Jahr besuchen verbindlich für SchülerInnen des Gymnasiums z.B. das KZ-Lager Sachsenhausen in Berlin
  5. Förderung der interkulturellen Verständigung:
    1. Durch ständige Beteiligung am Gösselkirmes in Geseke
    2. Durch jährliche Teilnahme an der Kultur-Olympiade
  6. Geplante Projekte:
    1. Wiederbelebung der Streitschlichter gegen Diskriminierung und Mobbing.
    2. Erinnerungsbuch: Mit „Courage“ gegen Rassismus. Gäste unserer Schule schreiben ihre Gedanken über „Schule ohne Rassismus“. Das Buch wird in der Schulvitrine präsentiert.
Etwa 95% der SchülerInnen und des Schulpersonals haben dieses Projekt mit ihren Unterschriften unterstützt. Als Co-Paten für dieses Projekt haben die SchülerInnen Herrn Armin Laschet (erster Integrationsminister NRW) und Herrn Dr. Von der Velden (Bürgermeister Geseke) gewinnen können.
8.12 Wettbewerbe
Mittlerweile ist es fast schon Tradition an unserer Schule, dass Schülerinnen und Schüler an zahlreichen nationalen und internationalen Wettbewerben teilnehmen. Die Mitarbeit erfolgt freiwillig im Rahmen einer AG, viele SuS sind bereit auf diese Weise zahlreiche Stunden Arbeit zu investieren.

Diese AGs bieten die Möglichkeit die beteiligten Schüler, außerhalb unterrichtlicher Zwänge, individuell zu fördern. Dabei steht bei den Schüler sicherlich die Freude im Vordergrund selbständig zu arbeiten, zu forschen, zu planen, zu experimentieren und basteln.

Für unsere Schule und die SuS ergeben sich aber auch gute Verbindungen zu außerschulischen Lernorten (Elternhäuser, Universitäten, Unternehmen, etc.); so wird neben der internen ebenso die externe Kooperation gestärkt.

Nicht verschweigen wollen wir die Erfolge die wir erreicht haben und den Schüler Anerkennung innerhalb und außerhalb der Schule einbringen:

Jugend forscht
Jugend forscht ist einer der angesehensten bundesweiten Wettbewerbe im Bereich Naturwissenschaften. Seit 2013 nimmt unsere Schule an Jugend forscht teil, dabei erhielten die SuS den

  • „Jugend Jurypreis – 2013“ und den
  • „Schulpreis 2014“
Internationale Wettbewerbe
Seit 2007 nehmen wir an zahlreichen internationalen Wettbewerben teil. Dabei konnten unsere Schüler einige schöne Erfolge erzielen, besonders ragen hervor:

  • IYIPO in Georgien – 2012 Gold
  • Golden Climate in Kenia – 2012 Gold
  • Genius Olympiade in USA – 2013 Gold
  • Golden Climate in Kenia – 2014 Gold
Hinzu kommt die Teilnahme an nationalen und regionalen Wettbewerben (PANGEA, Känguru, Gedankenblitz) bei denen unsere Schüler regelmäßig gute Ergebnisse erzielen – und auch einmal einen willkommenen Klassensatz Notebooks gewinnen konnten.
9. Medienkonzept
9.1 ActiveBoards
Unsere Räume sind zu 70% mit Active Boards ausgestattet, die es den Lehrern erlauben, auf neue Medien zurückzugreifen und den Unterricht medial zu bereichern.

Auch die Schüler werden durch den Einsatz der ActiveBoards in ihrer Medienkompetenz geschult und können ihre unterrichtlichen Produkte sowie Referate oder Hausaufgaben medial präsentieren.
9.2 Elektronisches Klassenbuch
Nach einer halbjährigen Erprobungsphase benutzen wir ab diesem Jahr das elektronische Klassenbuch von Comjell. Dieses ist Bestandteil einer kompletten Schulverwaltungssoftware, die die Buchhaltung, Planung, Verwaltung und eben auch die Klassenbuchfunktion umfasst.

Im Wesentlichen geht es darum, dass die Eltern unmittelbarer an den Prozessen beteiligt, beziehungsweise über diese informiert werden. Sie erhalten gegen eine Gebühr von nur einem Euro pro Monat online einen direkten Überblick über die behandelten Unterrichtsthemen, Bemerkungen, Fehlzeiten, Klassenarbeitsnoten und Fehlzeiten ihres Kindes. Das macht insbesondere unter dem Aspekt Sinn, dass wir eine Internatsschule sind.

Sämtliche Unterrichtsräume sind mit LAN ausgestattet, jeder Kollege/jede Kollegin benutzt entweder seinen/ihren eigenen Computer oder Smartphone, oder bekommt einen Computer zu diesem Zweck von der Schule gestellt. Einblick erhalten ebenso das Internat und der Schulträger.

Verschwundene Klassenbücher, uninformierte Eltern (Das e-Klassenbuches ist auch ein komplettes Benachrichtigungssystem für Kollegen untereinander oder Mitteilungen an die Eltern oder Lehrer), fehlende Klassenbucheinträge oder stundenlanges Zusammenzählen von Fehlstunden gehören somit der Vergangenheit an.
9.3 Die Schülerbücherei
Die Schülerbücherei wird geleitet von einer Büchereikraft, die sich um die Anschaffung, Verwaltung und Ausleihe der Bücher für unsere Schüler und Schülerinnen kümmert. Sie leistet auch eine Beratung zum Lesestoff und zur Neuanschaffung von Büchern. Die Schüler können in der Bücherei Recherchematerial für Referate und Hausaufgaben finden, aber vor allem auch Lesestoff, um die Freude am Lesen zu fördern.
10. Die Zukunft unserer Schule
Die Weiterentwicklung der Qualität des Unterrichts und Ganztagsangebots zur Förderung von Kreativität und Leistungsbereitschaft sowie Vermittlung von Fach- und Methodenkompetenz haben für uns zentrale Bedeutung.

Die Weiterentwicklung der guten Kooperation mit den anmeldenden Eltern soll sicherstellen, dass die Motivation zu einem verträglichen sozialen Miteinander und Lernen als Grundvoraussetzung besteht und bei jedem Schüler erhalten bleibt.

Zur Weiterentwicklung der Unterrichtsqualität soll die Implementierung einer Feedback-Kultur durch intensive Zusammenarbeitarbeit in Teams, durch Hospitations- und Beratung weiter erprobt werden. Unterrichtsausfall führt zu Unsicherheit und Unzufriedenheit. Eine transparente und optimale Lehrerversorgung bleibt daher unverändert wichtige Priorität in der Schulplanung.

Das bestehende Pausenangebot für eine sinnvolle Beschäftigung der Schülerinnen und Schüler mit der Möglichkeit zum Ausleben des natürlichen Bewegungsdranges soll weiter ausgebaut und an die Bedürfnisse aller Altersgruppen angepasst werden.

Vor allem die Entwicklung eines umweltbewussteren Verhaltens wollen wir uns als Ziel setzen. Erste Schritte werden im Schuljahr 2014/2015 zum Beispiel durch die Teilnahme der Schülervertretung mit allen Klassensprecher/innen und deren Stellvertreter/innen am Nachhaltigkeits-Schultag in Rheda-Wiedenbrück sein.

Die Transparenz dessen, was sich in der Schule bewegt, ist und bleibt unsere Zielsetzung.